Schmuggel Illegale Böller aus Tschechien: Mehrere Verstöße an der Grenze

Falsche Vorfreude auf Silvester: Die Bundespolizei an der deutsch-tschechischen Grenze bei mehreren Kontrollen illegale Feuerwerkskörper sichergestellt.

Die Bundespolizei hat gefährliche Silvesterware an Grenze bei Arzberg aus dem Verkehr gezogen – Symbolfoto. Foto: dpa

Mehrere Personen sind am Montagnachmittag an der deutsch-tschechischen Grenze mit illegaler Pyrotechnik erwischt worden. Die Beamten der Bundespolizeiinspektion Selb stoppten zunächst bei Arzberg einen 56-jährigen Mann und seinen 13-jährigen Sohn. Bei der Kontrolle ihres Fahrzeugs fanden die Polizisten mehrere Pakete mit Böllern und Feuerwerkskörpern der Kategorien 3 und 4. Diese dürfen in Deutschland nur mit spezieller Erlaubnis eingeführt und besessen werden – die beiden konnten keine entsprechende Genehmigung vorweisen.

Nach der Werbung weiterlesen

21-Jähriger mit 500 Böllern gestoppt

Nach Polizeiangaben hatte der 13-Jährige die Böller auf einem Markt im Grenzgebiet in Tschechien mit seinem Taschengeld gekauft. Nur kurze Zeit später kontrollierten die Beamten bei Schirnding einen 21-jährigen Autofahrer, der rund 500 Böller im Gepäck hatte – darunter auch sogenannte Blitzknallkörper, die ebenfalls erlaubnispflichtig sind.

Ermittlungen und Warnung der Polizei

Alle sichergestellten Feuerwerkskörper wurden beschlagnahmt. Gegen die Männer wird nun wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Laut Bundespolizei drohen dafür Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren oder Geldstrafen. Zudem müssen die Betroffenen die Kosten für die Vernichtung der illegalen Böller tragen.

Die Bundespolizeiinspektion Selb warnt eindringlich vor der Einfuhr nicht zugelassener Pyrotechnik aus dem Ausland. Diese entspreche häufig nicht den deutschen Sicherheitsstandards und könne beim Abbrennen schwere Verletzungen verursachen.