Schnittkirwa Marktleuthen Am Ende gewinnt immer das Schwein

Anja Lohneisen
Der Ritt auf der Sau war ein wahrer Balanceakt. Foto: Anja Lohneisen

In Marktleuthen wird zur Schnittkirwa das Bullriding durch eine neue Form abgelöst. Das Ergebnis bleibt das Gleiche.

Zur zweiten Bullriding-Stadtmeisterschaft hatten die Organisatoren der Kirwa in Marktleuthen eingeladen. Kein heißer Ritt auf dem Bullen war es jedoch heuer, sondern ein Schweinsgalopp sondersgleichen! Da die Sau ein bisschen niedriger als der Bulle zur letzten Schnittkirwa 2019 war, war der Aufstieg für alle Teilnehmer ganz gut zu meistern. Aber die Kunst war eigentlich, so lange wie möglich auf dem Vieh auszuhalten. Und das Festhalten am Saustrick war nur mit einer Hand erlaubt. Da war es schon eine Sensation, wenn manche die 30 Sekunden-Marke knackten.

Abflug über Kopf

Für manchen Reiter war es schon abenteuerlich genug, auf dem noch reglosen Schwein zu hocken. Manche kippten einfach zur Seite weg, andere hingen parallel zum Boden und versuchten noch ein, zwei Sekunden zu sichern. Andere machten einen Abflug über den Kopf der Sau.

Ein Vergnügen für alle Zuschauer war es jedenfalls. Und auch die Teilnehmer hatten mächtig Spaß und nahmen ihre Abwürfe und die Kommentare von Moderator Niko Baumgärtel mit Humor. Neun Teams zu je drei Reitern hatten sich bis zum Start gemeldet, drei Durchgänge gab es insgesamt und am Ende siegte immer das Schwein!

Ehrung im Festzelt

Die Siegerehrung gab es am Sonntagnachmittag im Festzelt. Schwein gehabt: Mit 172 Sekunden hielt sich das Team der Wahlgemeinschaft am längsten „im Sattel“ – obwohl unter ihnen einer in einem Durchgang vom noch stehenden Schwein gekippt war. Markus Schädlich, Christian Schädlich und Laurenz Korndörfer bekamen von Maxi Sonntag für den Sieg den Wanderpokal sowie einen Gutschein für 30 Liter Bier überreicht. Die zweitbeste Mannschaft mit 151 Sekunden kam vom Turnerbund Marktleuthen und erhielt 20 Liter Bier. Drittplatziert freute sich das Ekstase-Team über noch zehn Liter Bier. Die Titelverteidiger vom Bullriding, „Neudorf 235“, landeten dahinter, vor den „Fidelen Brüdern“ (mit zwei „Schwestern“), Team Lollipop (die mit der weitesten Anreise – USA und Amsterdam), der Feuerwehr, der Prinzengarde und dem Stammtisch „Klitschbrüder“. Saulustig war es allemal!

 

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