„Der Helium Bluff“ hat Soko Tierschutz am 1. November noch getitelt und in Frage gestellt, ob es überhaupt jemals etwas wird mit der am Kulmbacher Schlachthof geplanten Helium-Betäubungsanlage. Der Schlachthof hat viele Schlagzeilen geschrieben, seit die Tierschutzorganisation im Juni 2021 schreckliche Bilder aus der mit CO2 betriebenen Betäubungsanlage veröffentlicht hat. Schweine schnappen auf den Videos verzweifelt Luft, schreien in Todesangst. Das ist auf der ganzen Welt so, wenn Schweine mit CO2 vor dem Schlachten betäubt werden. Zusammen mit der Tönnies-Stiftung und Kulmbacher Fleischforschern, vor allem Klaus Troeger, entstand der Plan, eine Anlage zu entwickeln, in der die Tiere mit dem Edelgas Helium betäubt werden. Statt 30 Sekunden oder mehr verzweifeltem Todeskampf und Erstickungspanik soll Helium die Tiere sanft einschlafen lassen. Ein weltweit bislang einzigartiges Pilotprojekt. Das, so scheint es, steht nach immer wieder verschobenen Startterminen nun kurz vor der Verwirklichung.
Schonende Schlachtung Es kommt Bewegung ins Helium-Projekt
Melitta Burger 30.11.2022 - 16:17 Uhr