Die vergangenes Jahr in einer von mehr als 50.000 Personen unterschriebenen Schülerpetition geforderte Abschaffung von Exen und unangekündigten Abfragen an Bayerns Schulen findet bei Bildungsexperten in dieser ultimativen Form keine Unterstützung. Das zeigte eine Fachanhörung im Bildungsausschuss des Landtags. Dort wurde mehrheitlich für eine Weiterentwicklung des Systems der Leistungserhebungen und die Einführung ergänzender Prüfungsformate plädiert. So erklärte der Vorsitzende des bayerischen Philologenverbandes, Michael Schwägerl, es brauche „bewährte und neue Prüfungsformate“. Letztere, zum Beispiel projektorientierte Prüfungen oder Leistungsnachweise in Gruppen, müssten sich aber in der Praxis bewähren.