Schulen im Hintertreffen Luftfilter fürs Hofer Rathaus sind da

Im Rathaussaal wird die – manchmal dicke – Luft während der Sitzungen schon gefiltert. Foto: /Christoph Plass

Für die Hofer Schulen mag es wie ein schlechter Witz klingen, dass Geräte für den Verwaltungssitz bereits eingetroffen sind. Das hat vor allem einen Grund.

Hof - Die Spülmittel-Werbung mit Villabajo und Villarriba haben viele noch im Kopf. Übertragen auf eine aktuelle Entwicklung in Hof könnte das heißen: Während die Schulen noch auf Luftfilter warten müssen, ist das Rathaus bereits mit derartigen Geräten ausgestattet. Solche Gedanken kamen unweigerlich bei Besuchern und Beteiligten der jüngsten Sitzungen im großen Rathaussaal auf. Denn im Raum verteilt standen zwei wuchtige Säulen, die die – bisweilen dicke – Luft während der Sitzungen reinigen sollen. Dies gilt, neben den üblichen Hygienemaßnahmen, als zusätzlicher Schutz vor dem Coronavirus.

Oberbürgermeisterin Eva Döhla war offenbar sehr wohl bewusst, dass Kritik an einer Ungleichbehandlung aufkeimen könnte. Deshalb erläuterte sie zu Beginn der ersten Sitzung im neuen Jahr den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses die Hintergründe.

Sie führte die schnellere Lieferung von Geräten für das Rathaus auf unterschiedliche Modalitäten bei Ausschreibungen und Auftragsvergaben zurück. Wie mehrmals berichtet, hatte sich die Bestellung der Luftfiltergeräte für die Schulen verzögert; erst die zweite EU-weite Ausschreibung war erfolgreich.

Wie Döhla sagte, hat die Stadt parallel dazu einige Filtergeräte für das Rathaus bestellt, die nun eingetroffen sind. Mit zwei entscheidenden Unterschieden: Zum einen ist deren Zahl bei Weitem geringer als jene für die Schulen. Zum anderen erhält die Stadt für Luftfilter im Rathaus keine Fördermittel. Für Anschaffungen an den Schulen winkt hingegen zumindest ein 50-prozentiger Zuschuss.

Wann ist es denn nun so weit mit den Schul-Filtern? Die beauftragte Firma habe noch keinen neuen Liefertermin genannt, bedauerte Döhla. Das zuletzt avisierte Datum 21. Dezember sei verstrichen, ohne dass sich etwas getan habe.

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