Schulen Hofer SPD fordert mehr Hilfe zur Digitalisierung

  Foto: obs/Danilo Andjus

Die Hofer Kreistagsfraktion hat eine Umfrage an Schulen gestartet. Sie sieht akute Defizite im IT-Bereich. Der Freistaat, sagen sie, könne helfen, tue es aber nicht.

Hof - Wie steht es um die Digitalisierung an den Schulen im Hofer Land? Dieser Frage gehen die Sozialdemokraten im Hofer Kreistag auf den Grund und haben eine Umfrage gestartet. Einer Mitteilung der SPD zufolge schrieb die Fraktion alle Grund- und Mittelschulen im Landkreis Hof an. Die Fragen unter anderem: Wie viele Leihgeräte stehen zur Verfügung? Wer ist für die IT-Administration zuständig? Wird zusätzliche Unterstützung bei der EDV benötigt und falls ja, wo genau?

„Als Bürgermeister mit einer Grundschule am Ort beschäftigt mich das Thema Digitalisierung jeden Tag“, erklärt Matthias Döhla. Der Kreisrat und Rathauschef in Konradsreuth führt die Umfrage für die SPD-Kreistagsfraktion Hof durch. „Was die Lehrerinnen und Lehrer hier zusätzlich leisten, verdient unsere große Anerkennung. Deswegen setzt sich die SPD-Fraktion im Kreistag für eine Verbesserung der Situation an den Grund- und Mittelschulen ein“, schreiben die Sozialdemokraten. Sie halten zusätzliches Personal für die IT ist für wichtig wenn man den Anschluss nicht verlieren wolle.

Das sehe auch SPD-Landtagsabgeordneter Klaus Adelt so. „Die Staatsregierung lässt Kommunen, Lehrer und Familien im Stich. Statt echter Unterstützung wird Verantwortung nach unten delegiert.“ Zwar stelle der Freistaat Mittel für die Anschaffung von Schüler- und Lehrerendgeräten bereit, sie reichten aber hinten und vorne nicht aus und es bleibe Schulen, Städten und Gemeinden überlassen, sie zum Laufen zu bringen.

„Es ist deshalb wichtig zu wissen, wie genau die Situation vor Ort in den Schulen ist, denn die Staatsregierung weiß es nicht“, sagt Adelt. Notfalls müsse der Landkreis in die Bresche springen und dort helfen, wo es Not tue und die personellen Kapazitäten der oftmals kleinen Kommunen nicht ausreichten. Obwohl noch Milliarden im bayerischen Corona-Topf zur Verfügung stünden, weigere sich Kultusminister Piazolo beharrlich, das Geld für die Förderung von IT-Administratoren bereitzustellen. „Es fehlt einzig allein am Willen.“ red

 
 

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