Schwarzenbach am Wald Stadtbaumeister geht in den Ruhestand

Herbert Wolf Foto:  

Herbert Wolf verabschiedet sich nach 18 Jahren. Sein Nachfolger ist Herbert Friedrich.

Schwarzenbach am Wald - „Kaum eingestellt und schon wieder weg, so kommt es mir vor.“ Mit diesen Worten hat der Schwarzenbacher Bürgermeister Reiner Feulner begonnen, als er zu Beginn der Stadtratssitzung am Freitagabend den Stadtbaumeister Herbert Wolf nach fast 18 Jahren in den Ruhestand verabschiedet hat. Feulner bezeichnete den aus dem Dienst scheidenden Chef des städtischen Bauamts als anerkannten Fachmann, der selbst zur Bewältigung schwieriger Sachverhalte mit Ruhe nach der besten Lösung suchte und meistens auch fand.

Ob es sich um Großbauprojekte im Millionenbereich handelte oder den aufgebrachten Bürger der Stadt, für den in den Wintermonaten der Schneepflug zu spät die Seitenstraße räumte. Mit Blick auf die 2003 beginnende Dienstzeit des Diplomingenieurs in der Stadt erinnerte Reiner Feulner an 59 Bewerbungen, aus denen der Stadtrat damals habe auswählen müssen: „Die Entscheidung für Herbert Wolf war goldrichtig.“

Bei der Schilderung der wichtigsten städtischen Bauvorhaben, die in die Amtszeit von Wolf als Stadtbaumeister fielen, nannte der Bürgermeister eine Reihe von Projekten, die die Kommune nachhaltig positiv prägten. „War es anfangs die Dorferneuerung und die Umsetzung der Städtebauförderung in der Hauptstraße, folgten Projekte wie die Organisation eines Abwasserentsorgungskonzeptes für das ganze Stadtgebiet oder das Bauvorhaben für die Gestaltung des Philipp-Wolfrum-Hauses“, betonte Feulner. Weiterhin habe Wolf den Bau des Radweges nach Naila oder der Hackschnitzelheizung in der Schule mit einer Fernwärmeleitung in die Hans-Richter-Straße koordiniert. Als Großprojekte bezeichnete Feulner den Bau des Wohnmobilstellplatzes und der Freizeitanlage in der Schützenstraße und die Revitalisierung des ehemaligen Erba-Geländes: „Hier haben wir in den letzten zehn Jahren 17,5 Millionen Euro verbaut.“ Erkennbar gerührt dankte Herbert Wolf bescheiden seinen Kollegen: „Das Wohl unserer Heimatstadt liegt mir sehr am Herzen“. Sein Nachfolger ist Herbert Friedrich.

Lothar Faltenbacher

 

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