Schwarzenbach/Wald CSU feiert ihr 75. Jubiläum

Christine Rittweg
Vereidigung im Bundestag: Max Spörl (links) und Kanzler Konrad Adenauer. Foto: Privat

Es war Max Spörl, der den Ortsverband aus der Taufe hob. Schnell etablierte sich die Partei und stellt seit Jahrzehnten den Bürgermeister.

Der Ortsverband Schwarzenbach am Wald feiert pandemiebedingt sein 75-jähriges Jubiläum mit einem Jahr Verspätung. Einer gerät da unweigerlich in den Mittelpunkt: Der Initiative von Max Spörl ist es zu verdanken, dass am 14. März 1946 der Ortsverband Schwarzenbach am Wald der CSU gegründet werden konnte. In Naila folgte die Gründung zwei Tage später.

Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft suchte Max Spörl nach Mitstreitern, um in Schwarzenbach eine Partei der Mitte zu gründen. Im Rathaus waren nur die KPD und die SPD vertreten. Mit Unterstützung der amerikanischen Militärregierung wurde zur Gemeinderatswahl am 27. Januar 1946 zunächst eine parteilose Christliche Wählergruppe aus der Taufe gehoben, die mit vier Gemeinderäten ins Kommunalparlament einzog. Max Spörl suchte den Kontakt zur CSU in München und gründete noch im selben Jahr den Ortsverband Schwarzenbach. Gründungsmitglieder im Gasthaus Weißes Lamm waren neben Spörl noch Franz Schübel, Johannes Schemmel, Alfred Wunner und Fritz Bischoff.

Max Spörl gehörte von 1953 bis 1957 auch dem Bundestag an. Er vertrat den Wahlkreis Kulmbach. Ab 1966 stellte die CSU mit der Schwarzenbacher Heimatliste (ab 1972 Überparteiliche Heimatliste) durchgehend den Bürgermeister. In den 1970er-Jahren entstanden unter Bürgermeister Gerhard Fehn Bauprojekte wie der Schulneubau oder das Hallenbad. 1970 zog mit Gertrud Krügel die erste Frau für die CSU in den Stadtrat ein. Den Ortsverband führte Max Horn, der 1982 von Dieter Pfefferkorn abgelöst wurde. In seiner Amtszeit wurden 1985 die Junge Union und 1986 die Frauen-Union gegründet. Als Bürgermeister ab 1990 zeichnete er für den Bau und die Sanierung von Wasser- und Abwasseranlagen verantwortlich.

Ab 1991 übernahm Matthias Wenzel den Ortsvorsitz der CSU. Unter seiner Leitung wurde 1996 das 50-jährige Bestehen gefeiert. 2002 begann die Amtszeit von Dieter Frank als Bürgermeister. In diese Phase fielen die Revitalisierung der Industriebrache Erba und die Ansiedlung der Rehau AG. 2003 übernahm Alwin Kirchner den Ortsvorsitz. Zu Gesprächen und Diskussionen mit den Bürgern wurden viele Gäste eingeladen, darunter Staatsministerin Melanie Huml oder die Europaabgeordnete Monika Hohlmeier.

Seit 2018 ist Reiner Feulner Bürgermeister von Schwarzenbach. Unter seiner Ägide ist das Baugebiet Ziegelhütte gewachsen und Schwarzenbach zur amtierenden und zertifizierten „Waldhauptstadt Deutschland“ gekürt worden. Gesellschaftlich hat die CSU das ganze Jahr über etwas zu bieten – Besichtigungen, Wanderungen zu lokalgeschichtlichen Themen mit Dieter Pfefferkorn oder Starkbier- und Familienfeste und vieles mehr.

Bianka Klein ist seit 2019 Ortsvorsitzende und hat zum 75. Jubiläum Innenminister Joachim Herrmann als Gast eingeladen.

 

Bilder