Schwimm-EM Hofer bei Masters-Schwimm-EM vorn dabei

Vertraten Hof im Freiwasser: Nina Hensch und Helmut Hertelendy. Foto: /SV Hof

Bei den Wettbewerben in der italienischen Hauptstadt Rom weiß ein Trio des SV Hof mit guten Leistungen zu überzeugen.

Bei den 18. Europameisterschaften der Masters im Schwimmen in Rom sind insgesamt 5150 Sportler am Start. Die Wettbewerbe im Wasserball, Turmspringen, Synchronschwimmen, Schwimmen und Freiwasserschwimmen erstreckten sich vom 24. August bis zum 4. September.

Das Freiwasser Schwimmen fand in Ostia im Mittelmeer drei Tage vor den Wettkämpfen in den Stadien statt. Waren Tage zuvor die Wellen so hoch und die Strömung so stark, dass Wettkämpfe bei den Profis abgebrochen werden mussten, hatten die Masters Glück. Das Meer zeigte sich von der guten Seite. Bei herrlichem Sonnenschein und ruhigem Wasser traten Frauen und Männer an, um die Besten zu ermitteln. Wegen der über 1000 Teilnehmer musste an drei Tagen gestartet werden. Vom SV Hof nahmen Nina Hensch in der Altersklasse 30 am zweiten Tag und Helmut Hertelendy (AK 70) am dritten Tag die drei Kilometer in Angriff. Nina Hensch schwamm gleich nach dem Start in die Spitzengruppe. Nun begann ein dramatischer Kampf, der zusätzlich erschwert wurde, weil auf der ersten Geraden von 1250 Metern nur eine Boje vor der Wendeboje befestigt war, sodass man Probleme hatte, den optimalen Weg zu finden. Hensch fühlte sich zwar gut, imstande alles zu geben, doch die Schwächung durch eine Coronainfektion kurz vor den Wettkämpfen ließ den schmerzenden Rückweg fast kein Ende nehmen. Sie erreichte das Ziel dann als Vierte mit nur einer Sekunde Rückstand auf Rang drei und war trotz des knapp verpassten Podests mit ihrem Rennen sehr zufrieden.

Tags darauf war Hertelendy gefordert und erwischte auch einen guten Start. Er fand einen geeigneten Führungsschwimmer in dessen Heckwasser er sich hängen konnte. Doch auch er hatte, wie alle anderen Teilnehmer auch, wegen der spärlich gesetzten Bojen mit der Orientierung und den langen Abständen zu kämpfen. Zudem bekam er wegen der hohen Temperaturen massive Luftprobleme, biss sich aber durch. Auf Platz drei liegend wurde er jedoch kurz vor dem Ziel noch von einem Italiener überholt und verpasste das Treppchen ebenfalls knapp.

Bei zwei weiteren Starts über die 800 Meter und die 400 Meter im Freiwasser kam Hertelendy jeweils auf den sechsten Platz. Im für ihn letzten Wettbewerb über die 400 Meter Lagen holte der SV-Schwimmer noch die letzten Reserven aus sich heraus und schaffte mit einem tollen Schlussspurt einen hervorragenden zweiten Platz – die Silbermedaille als Lohn für jahrelanges Training.

Claudia Heller, die seit Jahren in der Leistungsgruppe des Vereins trainiert und ihr Level daher sehr lange hochhalten kann, startete bei den Beckenwettbewerben in der AK 55 über 100 und 200 Meter im Brustschwimmen und in ihrer Lieblingsdisziplin über die 200 Meter Schmetterling. Dabei wurde sie ihrer Vorbildrolle für viele Nachwuchsschwimmer aus Hof mit den Plätzen sieben, sechs und vier vollkommen gerecht.

Das nächste große Event für die Schwimmer des SV Hof wartet dann 2023. Dann wollen die drei bei den Weltmeisterschaften in Japan an den Start gehen.

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