Sechs Anträge im Bauausschuss Helmbrechts schließt Baulücken

  Foto: Werner Bußler/Werner Bußler

Mehrere neue Wohnhäuser sind geplant. Und: Die Firma Sell richtet ihre Lehrwerkstattin der Zeppelinstraße ein.

Helmbrechts - Der Bau- und Umweltausschuss des Helmbrechtser Stadtrates hat in seiner ersten Sitzung des neuen Jahres sechs Bau- und Umbauanträgen das Einvernehmen erteilt.

• So gab er grünes Licht für eine Nutzungsänderung in der bisher von der Firma Fritsche Accessoires als Stickerei betriebenen Halle in der Zeppelinstraße 1. Dort richtet die benachbarte Firma Sell eine Lehrwerkstatt, Seminarräume und Schaltanlagen ein. Ursprünglich hatte Sell eine Ausbildungswerkstatt in einer Halle in der Birkenstraße geplant, doch da es hier Einwände der Nachbarn gab, suchte und fand man die neue Lösung, zumal das nun frei gewordene Gebäude unmittelbar neben der Firma Sell liegt.

• In der Ortsmitte von Edlendorf entsteht ein neues Wohnhaus. Die Ausführung erfolgt in Holzständerkonstruktion mit Holzfassade. Geplant ist außerdem eine Fotovoltaikanlage mit Wärmepumpe zur Unterstützung der Heizung.

• Ein Ehepaar plant den Bau eines Wohnhauses mit Doppelgarage auf dem Grundstück Kelterring 16. Zwar entspricht das Vorhaben in zwei Punkten nicht den vorgeschriebenen Festsetzungen. Doch erteilte das Gremium, wie bereits in ähnlichen Fällen vorher, die nötigen Befreiungen vom Bebauungsplan: für einen höheren Kniestock und zum Standort der Garage. Ein Mindestabstand von drei Metern an der engsten Stelle zum angrenzenden Fußweg muss aber verbleiben.

• Ähnliche Befreiungen gewährte der Ausschuss beim Bauantrag für ein Wohnhaus mit Garage und Carport in der Silvanerstraße 54. Auch hier möchte ein Ehepaar bauen. Die Befreiungen betreffen unter anderem eine Drehung der Hauptfirst-richtung, da eine Fotovoltaikanlage geplant ist. Der Ausschuss erachtete die Abweichung als vertretbar, da sich das Gebäude an der Ecke zum Kelterring den bestehenden Häusern in dieser Straße anpasst.

• Unmittelbar an der der Ecke zur Straße „Am Pfarrteich“ soll im Lehstener Weg 23a ein Wohnhaus mit Doppelgarage enstehen. Das Gebäude passt nach Auffassung der Ausschussmitglieder gut in das Wohngebiet.

• Ferner genehmigte der Ausschuss den Umbau eines Dachraums in Buckenreuth mit Errichtung von zwei Dachgauben und eine Treppenraums zum bestehenden Wohnhaus.

Bürgermeister Stefan Pöhlmann freute sich über die Veränderungen und die Bautätigkeit in bereits erschlossenen Gebieten. „Es werden Baulücken geschlossen, die Stadt verdichtet sich, ohne dass wir verschwenderisch mit Grund und Boden umgehen.“

Auf eine Frage von Helmut Birke, wie groß das Interesse an den Grundstücken im neu entstandenen Wohngebiet am Stadelberg sei, sagte Pöhlmann, hier gebe es Interessenten und konkrete Planungen. „Es ist viel Bewegung drin“.

 
 

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