Am Dienstagmorgen, beim Frühstück, hat sich Markus Niedermayr schon auf einen richtig ungemütlichen Tag eingestellt. „Es hat geschüttet, was runterging“, sagt er. „Aber jetzt ist es ja perfekt“, sagt der Österreicher. Er ist einer der wenigen Spezialisten, die es weltweit gibt, die als Seilspleißer Seilbahnseile zusammenflechten, sie endlos machen. Am Ochsenkopf hat er jetzt gerade den gegenteiligen Auftrag: Auf der Nordseite, bei der im Dezember vergangenen Jahres eingeweihten Kabinenbahn, muss das Seil gekürzt werden. „Ein normaler Prozess. Das Seil hier ist insgesamt relativ lang“, sagt Niedermayr vom Seil-Hersteller Teufelberger über das 4500 Meter lange Seil.