Selb Corona-Fall an Selber Mittelschule

Am Sonntag wurde bekannt, dass sich ein Schüler der Dr.-Franz-Bogner-Mittelschule mit Covid-19 infiziert hat. Seine Schülergruppe darf die Schule nicht besuchen, bis die Ergebnisse der Tests vorliegen. Foto: Florian Miedl

Ein Schüler ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Das gibt die Schule am Sonntagabend bekannt. Der Unterricht in den anderen Schülergruppen findet aber regulär statt.

Selb – Aufregung herrscht seit Sonntag im Selber Schulzentrum: In der Dr.-Franz-Bogner-Mittelschule ist ein Schüler positiv auf Covid-19 getestet worden. Das hat die Schule am Sonntag in einem Elternbrief, der auch auf der Homepage der Schule veröffentlicht wurde, bekannt gegeben.
In dem Schreiben heißt es, „dass uns seit dem heutigen Sonntag, 21. Juni, bekannt ist, dass es in einer unserer Schülergruppen einen positiven Covid-19-Fall gibt.“ Die Fami-lien der Kinder, die in dieser Schülergruppe betreut wurden, seien von der Schule im Auftrag des Gesundheitsamtes informiert worden. Die betroffenen Schüler sollten am Montag getestet werden. „Die Testergebnisse liegen voraussichtlich bis Mittwoch vor“, schreiben Rektor Carsten Kunstmann und Konrektorin Manuela Rahm in ihrem Brief.


Alle Betroffenen, also Schüler und Lehrkräfte, dürfen die Schule bis zum Vorliegen des Testergebnisses nicht besuchen. „Der Unterricht in den anderen Schülergruppen kann nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt unter Einhaltung aller Maßnahmen des Infektionsschutzes regulär stattfinden“, teilt die Mittelschule weiter mit.


Sollten Eltern dennoch Bedenken haben, können sie laut dem Schreiben selbst entscheiden, ob sie ihr Kind in dieser Woche in den Präsenzunterricht schicken oder ob das Kind zu Hause bleiben soll. Die Eltern werden aufgefordert, ihr Kind per E-Mail oder telefonisch unter der Nummer 09287/79081 zu entschuldigen.

Wie Schulleiter Carsten Kunstmann auf Nachfrage der Frankenpost mitteilt, hat die Schule sofort nach dem Bekanntwerden die notwendigen Schritte eingeleitet. Die Information erhielt die Schule offensichtlich über das Gesundheits- und das Schulamt, wobei Kunstmann die gute Zusammenarbeit lobt.
Wie die Pressestelle des Landratsamtes Wunsiedel auf Nachfrage der Frankenpost mitteilt, ging der positive Befund am späten Sonntagvormittag beim Gesundheitsamt ein. Der betroffene Schüler besucht demnach eine Abschlussklasse. Schulamt, Schule und auch Landrat Peter Berek seien dann am frühen Nachmittag über die Entwicklung informiert worden. Außerdem habe man mit Ermittlungen im familiären Umfeld des Betroffenen sowie im Bekanntenkreis begonnen. Die Kontaktpersonen seien befragt und nach den Richtlinien des Robert-Koch-Institutes in die entsprechenden Kategorien eingeteilt worden. Noch am Nachmittag seien die Quarantäne- Anordnungen für die Personen der Kategorie 1 ergangen, außerdem seien die Abstrichtermine festgelegt worden.


Wie das Landratsamt mitteilt, wurden am Montag ab 10 Uhr 22 Personen auf Covid-19 getestet.
Natürlich habe man bereits am Sonntag mit den Betroffenen Kontakt aufgenommen und sie über das weitere Vorgehen aufgeklärt. Gesundheitsamt, Schulamt und Schule haben demnach ebenfalls noch am Sonntag das die nächsten Schritte abgestimmt.


Die Quarantäne-Anordnung gilt nach Aussage der Pressestelle für alle Personen der Kategorie 1 und die Schülergruppe, die zusammen mit dem Betroffenen Unterricht hatte. Zurzeit sind die Klassen eben wegen der geltenden Corona-Richtlinien in Gruppen aufgeteilt. Die Klassenkameraden und deren Eltern hat laut Landratsamt der Schulleiter ebenfalls noch am Sonntag informiert.
Wie Schulamtsdirektor Günter Tauber sagt, hat das Zusammenspiel von Gesundheitsamt, Schulamt und Schule hervorragend funktioniert: „Da hat ein Rädchen ins andere gegriffen.“ Sehr schnell habe man die Betroffenen informieren und die entsprechenden Maßnahmen einleiten können. Natürlich stelle man es den anderen Eltern frei, ihre Kinder für diese Woche zu entschuldigen. Es bleibe zu hoffen, dass es dem Erkrankten schnell wieder besser gehe.

 

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