Selb/Marktredwitz - An Tempo-30-Zonen in Wohngebieten scheiden sich die Geister - in vielen Städten im Landkreis. Zuletzt in Selb, wo Stadtrat Roland Schneider (CSU/FWS) eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer in der Ernst-Reuter- und Adolf-Kolping-Straße gefordert hat. Er kritisierte dabei die "ablehnende Haltung" der Polizei. Robert Roth, Leiter der Polizeiinspektion Marktredwitz und damit auch zuständig für den Bereich Selb, sieht sich und seine Beamten in diesem Zusammenhang ins falsche Licht gesetzt. Vor allem in den sozialen Medien sei schon gefragt worden, ob die Polizei das Rasen befürworte. "Die Polizei kann bei der Anordnung derartiger Geschwindigkeitsbegrenzungen gehört werden und gibt dann eine Stellungnahme ab", sagt Roth. "Grundsätzlich ist es so: Die Entscheidung über die Anordnung einer Geschwindigkeitsbegrenzung und das Aufstellen der Schilder fällt allein die untere Straßenverkehrsbehörde. In diesem Fall die Stadt Selb - und nicht die Polizei." Ob und wie entschieden werde, liege allein in der Verantwortlichkeit der Behörde.