Selb "Selbkultur" zieht positive Bilanz

Vorsitzende Anneliese Schade freut sich über das großes Publikumsinteresse. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen entwickle sich gut.

Selb - Ein überaus erfolgreiches Jahr liegt hinter dem Verein "Selbkultur" Diese Bilanz hat die Vorsitzende Anneliese Schade bei der Jahreshauptversammlung gezogen, die coronabedingt mit einigen Monaten Verzögerung jetzt im SV-Vereinsheim stattgefunden hat. Das geht aus einer Mitteilung hervor.

Pop-Up

Weil der Verein in der Corona-Zeit keine Einnahmen hat, vermietet er den Kulturladen in Selbs prominentester Lage als Popup-Store. Unternehmerinnen und Unternehmer, Selbstständige, Künstlerinnen und Künstler haben die Möglichkeit, einen ganzen Laden für einen kurzen Zeitraum zu mieten - samt vier riesiger Schaufenster. Bei Interesse kann man sich melden unter selbkultur@web.de.

Über 30 Veranstaltungen und Aktionen haben die Mitglieder laut Schade erarbeitet und organisiert, wobei drei Höhepunkte besonders viele Besucher anzogen: die Selber Kunstnacht mit Live-Musik der Band "Selbcontrol", das neue Format "Funzelnacht" im September und die musikalische Nikolaus-Party, wiederum mit "SelbControl". Daneben erwähnte Schade mehrere Vernissagen einheimischer Künstlerinnen und Künstler sowie Lesungen, wie etwa beim Projekt "Stadt-Lesen" in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Selb. Auch heimatkundliche Themen wie die Ausstellung "Selber Bäder" oder der Vortrag von Dieter Arzberger zum "Edion" seien sehr gefragt gewesen. Darüber hinaus habe man die Schaufenster jeweils passend zu den Veranstaltungsthemen dekoriert.

Sehr gut habe sich im zweiten Vereinsjahr die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und kulturellen Einrichtungen weiterentwickelt. So habe es Kooperationen mit der Selb2023 gGmbH beim Thema "100 Jahre Bauhaus" mit einen Drachenbau-Workshop und Präsentationen während der Selber Kunstnacht gegeben sowie zusammen mit dem Grenzland-Filmtage-Team zwei Kurzfilmabende und ein Filmtage-Café. Laut Schade boten Selber Künstlerinnen im August ein buntes Ferienprogramm an, und die Theaterpädagoginnen der "Jungen Luisenburg" gestalteten während des Projekts "Stadt-Lesen" einen Familiennachmittag im Vereinsraum am Marktplatz. Der Selber Spielmannszug brachte sich demnach mit einem musikalischen Flash-Mob ein, und in den Herbstferien machte das JuKu-Mobil Station bei SelbKultur. Großer Beliebtheit erfreuten sich demnach die Spiele-Abende.

Zu Beginn des Jahres 2020 habe man optimistisch in die Zukunft und sei bereits wieder mit Planungen beschäftigt gewesen. Allerdings habe man jedoch bisher kaum Ideen realisieren können. Künftig müssten "coronataugliche" Formate entwickelt werden, wie etwa Schaufenster-Kunst oder kulturelle "Guerilla-Aktionen".

Schade dankte allen Helferinnen und Helfern bei Veranstaltungen des Vereins, beim Vorbereiten und für die große Spendenbereitschaft der Mitglieder. Sie wies auch auf die wöchentlichen Treffen hin.

Themenvorschläge des Vorjahres werde man in Zukunft weiter ausarbeiten, so zum Beispiel Kurzfilm- und Literaturabende, Spaziergänge mit kulturellem Hintergrund oder mundartliche Veranstaltungen.

Viel Lob und Anregungen für den Vorstand gab es laut Mitteilung von den Mitgliedern. Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch dankte für die geleistete Arbeit und die positive Entwicklung des Vereins. Auch Ulrike Heinrich als Vertreterin des Familienzentrums FAM zeigte sich beeindruckt von der kreativen Vielfalt und wünschte sich künftig eine noch engere Zusammenarbeit bei Veranstaltungen. red

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