Selber Ausbildungsmesse Digitales Messe-Konzept kommt gut an

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Erstmals geht die Selber Ausbildungsmesse online über die Bühne. Besucher und Unternehmen sind mehr als zufrieden.

Selb - Können Auszubildende für Rohr-, Kanal- und Industrieservice im umwelttechnischen Bereich auch einmal in einen Kanal klettern? Wie ist es im Alltag zur Ausbildung im sozialen, kaufmännischen, technisch-gewerblichen und medizinischen Bereich? Was bieten weiterführende Schulen und Fachschulen an? Wo ist Blockunterricht? Und wie viel verdient man eigentlich in diesem und jenem Beruf?

Schülerinnen und Schüler, die im Sommer nach dem Abschluss eine Ausbildung beginnen oder eine weiterführende Schule besuchen möchten, informierten sich in den Vorjahren an den Ständen der Selber Ausbildungsmesse in der Bogner-Schule. Zum zwölften Mal fand die Messe heuer statt – aufgrund der Corona-Pandemie wichen Veranstalter, Unternehmer und Besucher allerdings ins Internet aus.

1200 Besucher am ersten Wochenende

Das Angebot wurde sehr gut angenommen, wie Manuela Rahm, Konrektorin der Dr.-Franz-Bogner-Mittelschule, auf Nachfrage bestätigte. Alleine am ersten Wochenende klickten sich demnach 1200 Interessierte durch das Angebot der Firmen, die auf der Plattform von „oabat“ zu finden waren. Als Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch am ersten Messetag die Schüler begrüßt und die Ausbildungsplätze der Stadt Selb vorgestellt hatte, sahen 141 Nutzer zu. „Wir haben diese digitale Form gefunden und müssen auf die beliebte Messe nicht verzichten“, freute sich Pötzsch . Sein Dank galt besonders Manuela Rahm und Sebastian Rott von der Dr.-Franz-Bogner-Mittelschule.

15 Minuten Zeit hatten Unternehmen, Schulen und Institutionen am Freitag, um freie Praktikumsstellen und Ausbildungsplätze im Live­stream vorzustellen. Während Ausbilder und Auszubildende sowie Schulleitung, Lehrer und Schüler von weiterführenden Schulen informierten, konnten im moderierten Chat Fragen gestellt werden. Künftige Absolventen der Schulen im Landkreis Wunsiedel fragten nach persönlichen Gründen, die zur Wahl eines Berufs führten, nach Bezahlung und körperlichen wie psychischen Anforderungen. Auf die Frage im Chat, wie die virtuelle Ausbildungsmesse denn sei, schrieb ein Besucher: „Besser als die normale, weil es mehr Infos über die Firmen und einen Rundgang durch das Unternehmen gibt.“

Auszubildende auch online abholen

Christoph Schmidkunz, Metzgermeister, Betriebswirt, Berufsschullehrer, Fleisch-Sommelier und ehemaliger Absolvent der Dr.-Franz-Bogner-Mittelschule, hält die digitale Ausbildungsmesse nicht nur in der aktuell besonderen Zeit für eine „großartige Idee“. Schmidkunz meint, Begegnungen würden vermehrt online stattfinden: „Für uns Unternehmer gilt es, künftige Auszubildende auch dort abzuholen.“

 

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