Die Kabine ist ein heiliger Ort. Während Glanzleistungen oder individuelle Aussetzer auf dem Spielfeld für alle sichtbar sind, ist die Umkleide ein vollkommen abgeschirmter Raum. Darüber ob Spieler A nach Spielende in sich gekehrt ist oder Spieler B sogleich zum Partylöwen mutiert, ist in der Regel wenig bekannt. Ebenso wie unordentlich es im Spind von Spieler C aussieht. Diesbezügliche Verschwiegenheit ist sportartenübergreifendes Gesetz, ein gewichtiger Teil des Ehrenkodexes – und das Ausplaudern jener Interna andererseits ein absoluter Tabubruch. Dementsprechend kernig reagierte Craig Streu am Sonntagabend auf eine Frage von Euroherz-Reporter Thomas Ploß. „Was in der Kabine passiert, bleibt in der Kabine“, ließ der Cheftrainer der Selber Wölfe wissen.