Für das Luchsmonitoring in Bayern ist das Bayerische Landesamt für Umwelt zuständig. Vor Ort betreut der Naturpark Fichtelgebirge mit seinen Rangern die Fotofallen. Anhand des Fleckenmusters konnten die Luchsexperten die beiden abgelichteten Tiere eindeutig identifizieren. Zu Julchen hat sich nun ein Luchs gesellt, der im Juni 2020 im benachbarten Naturpark Steinwald zur Welt gekommen war. Zwar ist es noch nicht genetisch nachgewiesen, aber die Experten gehen davon aus, dass es sich dabei um einen Kuder handelt. „Er tauchte überraschend heuer im Frühling erstmals im Fichtelgebirge auf. Seitdem ließ sich über die Fotofallenbilder nachvollziehen, wie er sich Julchen immer mehr genähert hat“, berichtet Ronald Ledermüller. Mittlerweile wurde er auf den Namen „Finn“ getauft. Der Anfangsbuchstabe leitet sich dabei von seiner Mutter „Fee“ im Steinwald ab. Kann man also bald mit Luchsnachwuchs im Fichtelgebirge rechnen? „Da werden wir uns noch gedulden müssen“, erklärt Ronald Ledermüller. Luchse werden normalerweise erst im zweiten Lebensjahr geschlechtsreif. Mindestens ein Jahr wird es also noch dauern, bis aus dem ersten Date eine echte Luchs-Lovestory werden kann.