Der betörende Duft der Rosen – ist es das, wonach unser Mönch schnuppert? Oder ist es die Schönheit des Rosenstrauchs, die ihn näher herantreten lässt? Oder aber ist es das Liebesgeflüster des jungen Paares, das er erlauschen möchte? Jedenfalls hat der fromme Bruder die Klostermauern verlassen, um sich in Gottes Natur zu ergehen und zu meditieren. In der Linken hält er das Brevier, den Begleiter für unterwegs, mit Gebeten und Gesängen für jede Stunde. Ein kleines Paradies umgibt ihn: Sträucher, die sich an die Mauer schmiegen, ein hochwachsendes Bäumchen, das den Himmel küssen möchte, und eben die Rosen.