Session hat begonnen Bad Steben ist in Narrenhand

Sandra Hüttner
Sich selbst nicht zu ernst nehmen – das gehört zum Fasching dazu. Unser Spaßfoto zeigt (von links) das neue Prinzenpaar Markus II. und Barbara I., Präsident Matthias Brendel und das bisherige Prinzenpaar Christine I. und Martin I. Foto: Hüttner

Die Karnevalsgemeinschaft 1968 Bad Steben hat am 11. November nach erfolgreichem Rathaussturm die Macht in Bad Steben übernommen und zugleich die närrische fünfte Jahreszeit eröffnet. Zudem hat Präsident Matthias Brendel das neue Prinzenpaar vorgestellt: Prinzessin Barbara I. und Prinz Markus I. werden bei der ersten Jubiläumsprunksitzung am 21. Januar im Kurhaussaal ihre Namen bekanntgeben.

„Bis zum Aschermittwoch, 22. Februar, werden wir die Geschicke unserer Marktgemeinde leiten“, betonte Präsident Brendel, der zugleich den symbolischen Rathausschlüssel und die Gemeindekasse in Empfang nahm – alles erfolgte friedlich. Erster Bürgermeister Bert Horn und dritter Bürgermeister Maximilian Stöckl leisteten keine Gegenwehr – nahmen die Narren erfreut in Empfang und kredenzten Sekt und Orangensaft. „Ganze drei Cent wurden uns übergeben. Diese werden wir natürlich versuchen zu vermehren – auf mindestens sechs Cent“, gab der Präsident in die Runde bekannt, begleitet von einem donnernd dreifachen „Schiff ahoi“.

Das „pandemische Sonderprinzenpaar“, Christine I. von der Loh (Christine Haase) und Martin I. von den blauen Lichtern (Martin Drechsel), übergab an das neue Prinzenpaar, Barbara I. und Markus II, im echten Leben das Ehepaar Barbara und Markus Richter, die Insignien. Feierlich nahm die Prinzessin Krone und Umhang, der Prinz Kette, Mütze, Prinzenstab und Umhang entgegen. „Eigentlich gehört es nach drei Mal ja mir, so ist es zumindest bei den meisten Wanderpokalen“, scherzte Prinz Martin I.. Das neue Prinzenpaar erhielt zudem den Hausorden. „Wir werden ihn stolz tragen“, versichern Barbara I. und Markus II. Neu bei der Zeremonie ist das Überreichen von Ansteckern mit dem Titel „Ex-Prinzenpaar“, die das scheidende Prinzenpaar eingeführte.

Es war ein Abschiednehmen von einer besonderen Zeit, denn die Regenten vertraten die Karnevalsgemeinschaft drei Sessionen lang, davon zwei in der Pandemie. Unterdessen ließen sich die Narren allerlei kreative Veranstaltungen einfallen, etwa den „Fasching to go“ mit „Schiff ahoi“-Faschingstüten für zu Hause und die „Prunksitzung to go“ im vergangenen Jahr unter dem originellen Namen „Laaf a mol a weng durch“.

Nun hoffen alle Akteure auf eine normale Session mit Prunksitzungen ohne Abstand und Auflagen – umso mehr, da die Stemmer Karnevalisten Jubiläum feiern können. „Uns gibt es jetzt 55 Jahre und Schnapszahlen werden im Karneval gefeiert. Deshalb laden wir zu zwei Jubiläumsprunksitzungen ein“, erläutert Präsident Brendel.

 

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