Sicher zur Schule Schüler sichtbarer im Verkehr

Sophia Goldner
Über die Warnwesten und eine Überraschungstüte zum Schulanfang freuen sich die Erstklässler sehr. Von links: Herbert Fischer, Anna Malter, Johannes Drechsler, Silke Wuttke, Markus Reichel, Elena Braun, Carmen Peponis, Angela Kemerer, Matthias Langheinrich. Foto: Sophia Goldner

Mit Warnwesten sollen Erstklässler sicherer ans Ziel kommen. Freudestrahlend nahmen die Schüler das gelb leuchtende Kleidungsstück entgegen.

Mit dem Bus, zu Fuß oder mit dem Fahrrad: Seit über einer Woche sind wieder viele Schüler und Schülerinnen auf ihrem Schulweg. Damit unterwegs kein Unfall passiert, gibt es einen wichtigen Tipp von der Aktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“. An der Grundschule in Marktredwitz fand der Auftakt statt.

Sichtbar im Verkehr

Sichtbarkeit ist das A und O. Gerade jetzt, wo die Tage herbstlicher werden, ist es deswegen wichtig, dass alle Schulkinder helle und bunte Kleidung tragen. Reflektoren helfen den Kindern noch mehr, um von allen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden. „Durch gelbe Sicherheitsüberwürfe sind die Schulanfänger sofort erkennbar“, erklärt Herbert Fischer, erster Vorsitzender der Verkehrswacht Fichtelgebirge.

Sicher zur Schule – sicher nach Hause

Genauso wie ihren Kooperationspartnern, der Verkehrswacht Fichtelgebirge und der Aktionsgemeinschaft „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“, liegt auch der Sparkasse eines besonders am Herzen: „Wir wollen die Sicherheit im Straßenverkehr für Schulkinder erhöhen“, sagt der Gebietsdirektor der Sparkasse Hochfranken Markus Reichel.

Warnwesten für 582 Erstklässler

Deswegen hat die Sparkasse Hochfranken zum Start des neuen Schuljahrs 582 Erstklässler aus dem Landkreis Wunsiedel mit Warnwesten ausgestattet. Die ersten neongelben Westen wurden den Marktredwitzer Erstklässlern am Donnerstag übergeben.

Dazu sagt Herbert Fischer zu den Erstklässlern: „Wenn ihr die Warnwesten tragt, wissen die Autofahrer, dass sie besonders aufmerksam und bremsbereit fahren müssen.“ Viele Autofahrer rechnen laut ihm nicht mit der Unachtsamkeit der Kinder. Hinzu komme, dass gerade Erstklässler noch nicht in der Lage sind, Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen. Deshalb müsse man auf sie aufmerksam machen.

Dank an „gelbe Engel“

Die Veranstaltung nimmt er deswegen gleichzeitig zum Anlass, um den „gelben Engeln“ zu danken. Diese liebevolle Bezeichnung hat er sich für die Schulweghelfer einfallen lassen. „In Marktredwitz gibt es insgesamt neun Schulweghelfer. Im ganzen Landkreis sind es 36“, erklärt er. „Sie stehen bei jedem Wetter pünktlich am Zebrastreifen“, fährt er anerkennend fort.

Den Kindern erklärt er: „Die Schulweghelfer sind einige der wenigen Personen, die neben der Polizei in den Verkehr eingreifen dürfen. Denn mit ihrer Kelle dürfen sie Autofahrer stoppen.“

Zum Abschluss äußert Herbert Fischer noch einen Wunsch: „Wir würden uns freuen, wenn der Schulweg gerade für die kleinsten und schwächsten Teilnehmer am Straßenverkehr sicherer wird und es keine Schulwegunfälle mehr im Landkreis gibt.“

Zur Aktion

„Sicher zur Schule - Sicher nach Hause“
ist eine Gemeinschaftsaktion der Verkehrswacht Bayern mit dem ADAC, der Bayerischen Landesunfallkasse und vielen anderen Partnern. Mit Plakaten und Bannern an der Straße wird für mehr Schulwegsicherheit geworben. Außerdem veranstaltet die Verkehrswacht Seminare, zum Beispiel Aufklärungsaktionen für Kinder zum sogenannten toten Winkel bei Lkw. Auch ehrenamtliche Schulweghelfer werden ausgebildet.

 

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