Olivenöl ist in praktisch jeder Küche zu finden. Kaltgepresst, nativ oder extra nativ steht meist auf dem Etikett und verfeinert jede Speise. Doch ein Bericht des EU-Rechnungshofes lässt die Vermutung zu, dass nicht immer in der Flasche drin ist, was dort draufsteht. Der Grund: Olivenöl unterliegt in der EU zwar strengen Vorschriften, doch bei den Kontrollen hapert es nach Einschätzung der Luxemburger teilweise. Vor allem bei gemischten Ölen und Einfuhren aus Nicht-EU-Ländern werde nur lückenhaft kontrolliert, ob sie die versprochenen Qualitätsstandards erfüllen, heißt es in einem aktuellen Bericht des Rechnungshofes. Doch es gibt auch Lob aus Luxemburg: geht es um die Rückstände von Pestiziden, ist die EU demnach gut aufgestellt. Hier gebe es kaum Verstöße gegen die strengen Auflagen. Aber auch hier folgt die Kritik auf dem Fuße, denn die Kontrollen auf andere Verunreinigungen seien „uneinheitlich“.