Neue Ankündigungen für die Ukraine?
Nach dem Nato-Treffen wurde am Mittwochnachmittag unter Leitung Deutschlands und Großbritanniens noch über weitere Militärhilfen für die von Russland angegriffene Ukraine gesprochen. Größere neue Ankündigungen gab es allerdings zunächst nicht. Nach Angaben von Pistorius werden für die sogenannte Purl-Initiative noch immer Finanzierungszusagen in Milliardenhöhe benötigt.
Sie sieht vor, dass in den USA hergestellte Munition und Waffen an die europäischen Verbündeten und Kanada verkauft werden – und diese sie dann der Ukraine zur Verfügung stellen. Purl steht dabei für "Prioritised Ukraine Requirements List". Auf Deutsch bedeutet das etwa: Priorisierte Bedarfsliste für die Ukraine.
Die Initiative war gestartet worden, um Forderungen von US-Präsident Trump nachzukommen. Dieser ist der Ansicht, dass die USA in der Vergangenheit einen deutlich zu großen Anteil an der Ukraine-Unterstützung hatten und will nun, dass die anderen Alliierten für weitere US-Militärhilfen zahlen.
"Unsere Erwartung ist, dass noch mehr Länder noch mehr geben und noch mehr einkaufen, um die Ukraine dabei zu unterstützen, diesen Konflikt zu einem friedlichen Ende zu bringen", sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am Mittwoch in Brüssel. Von US-Präsident Donald Trump lerne man, wie "Frieden durch Stärke" funktioniere. Frieden erreiche man nicht durch starke Worte oder erhobene Zeigefinger, sondern wenn man über starke und tatsächliche Fähigkeiten verfüge, die von den Gegnern respektiert würden.
Deutschland hatte bereits im August 500 Millionen US-Dollar (rund 430 Mio. Euro) für die Initiative zugesagt, ebenso wie die Niederlande und nordische Alliierte. Andere große Staaten wie Frankreich und Großbritannien haben bislang aber keine Ankündigungen gemacht.