Sie haben die Wahl Wer waren 2023 die besten Sportler in der Region?

Drei von 21 Kandidaten für die Erfolgreichsten des Jahres 2023: die Volleyballer VGF Marktredwitz (großes Bild), Carina Hempfling (kleines Bild oben) sowie Timo Cavelius (kleines Bild unten). Foto: Peter Perzl/Katharina Hübner / Gabriela Sabau

Das Sportjahr 2023 ist so gut wie beendet. Nur noch wenige Entscheidungen fallen. Doch welche Sportlerinnen, Sportler und Teams ragten in diesem Jahr heraus? Stimmen Sie ab – und wählen Sie Ihre Favoriten!

 
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Wer sich durch die zahlreichen Texte blättert, die in diesem Jahr über die Sportlerinnen und Sportler aus der Region bei uns erschienen sind, dann fällt auf, wie viel eigentlich wieder passiert ist. Höchstleistungen, kleine Dramen, aber auch große Freude prägten das Sportjahr. Die Sportredaktion der Frankenpost hat eine Vorauswahl für die Wahl der Sportlerin, des Sportlers und des Teams des Jahres getroffen – ohne Anspruch auf die letzte Wahrheit. Denn ganz klar: Wenn schon der Quervergleich zwischen zwei Mannschaften schwer fällt, ist die Wahl zwischen Sportlern unterschiedlicher Sportarten umso schwieriger. Dennoch entsteht daraus ein Bild, wie vielfältig der Sport in Hochfranken ist. Das ist unsere Auswahl:

Team des Jahres

Die Dominanz des Fußballs spiegelt sich auch bei den Teams wider, die zur Wahl stehen. Der FFC Hof hat die Regionalliga gehalten – und ist damit sogar das höchstklassigste Fußballteam Oberfrankens. Ein sehr erfolgreiches Jahr haben der FC Eintracht Münchberg (Vierter in der Jahrestabelle der Landesliga Nordost) sowie der FC Trogen (Spitzenreiter Bezirksliga) hinter sich.

Und natürlich dürfen die Selber Wölfe nicht fehlen, die die DEL2 letztlich souverän gehalten haben – und auch zu Beginn der neuen Saison viele Fans begeisterten. Dass es am Ende des Jahres kriselte, trübt aber nicht die Gesamtjahresbilanz. Ähnlich erging es der VGF Marktredwitz, die mit begeisterndem Volleyball in der 3. Liga für eine stets volle Halle sorgt.

Zwei Frauenteams ragten ebenfalls heraus: Die SG Helmbrechts/Münchberg stieg in die Bayernliga auf – und feierte damit den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Und das Frauenteam der IfL Hof musste lange bangen, bis dann doch der Sprung in die Triathlon-Regionalliga feststand.

Frauen

Im beschaulichen Lichtenberg ist Hannah Langheinrich zu einem sportlichen Diamanten geworden. Die Kickboxerin holte in diesem Jahr in Istanbul die Silbermedaille bei der Europameisterschaft – und durfte sich anschließend auch ins Goldene Buch ihrer Heimatstadt eintragen. Außerdem wurde sie auch noch unter anderem deutsche Meisterin, holte zwei Weltcupsiege und schaffte den Sprung in die Nationalmannschaft.

Schon etwas routiniert geht die Hoferin Sandra Reitz mit ihren Erfolgen um. Die Ehefrau des Olympiasiegers Christian Reitz ist weltweit erfolgreich – und hat unter anderem beim Weltcup in Kairo in diesem Jahr Bronze geholt (Luftpistole Mixed-Team, im Einzel: Sechste) und wurde Vierte im Team bei den Europameisterschaften in Tallinn.

Treffsicher und der Aufstiegsgarant war Handballerin Carina Hempfling von der SG Helmbrechts/Münchberg. In der Landesliga schoss sie alles in Grund und Boden: Mit 181 Toren in 22 Spielen hatte sie eine Torquote von 8,23 Toren pro Spiel. Auch in der Bayernliga liegt sie mit 76 Toren derzeit auf dem zweiten Platz der Torjägerinnenliste.

Celine Cicchiello (VER Selb) ist die beste Rollkunstläuferin der Region und hat in diesem Jahr nicht nur national, sondern auch überregional für Furore gesorgt: So nahm sie im Oktober für Deutschland am Interlandcup teil – und erreichte einen guten sechsten Platz. Die Kulmbacherin Stephanie Köhler trug mit ihren elf Saisontreffern für den FFC Hof zum Erhalt der Fußball-Regionalliga bei – maßgeblich aber durch ihre zwei Elfmetertore in der Nachspielzeit in Herrenberg.

Die beiden Leichtathletinnen Maresa Perner (TV Wunsiedel) und Leonie Liebenwald (Kulmbach) zeichneten sich dieses Jahr auch mit starken Leistungen aus: Hammerwerferin in Liebenwald wurde deutsche Meisterin und steht auch in der Jahresbestenliste in der A-Jugendklasse ganz vorn. Im Stabhochsprung eifert Perner ihrem Bruder Jonas nach: Mit 3,60 Metern wurde sie süddeutsche Vizemeisterin und ist damit sogar drittbeste aller Altersklassen in Bayern. Auch in Deutschland mischt sie mit Rang acht der Bestenliste ganz vorne mit.

Männer

Sein bislang erfolgreichstes Jahr liegt hinter Timo Cavelius aus Hof. Der Judoka befindet sich nach den Erfolgen bei den Grand Slams in Paris (Zweiter), sowie in Tel Aviv und Tiflis (jeweils Dritter) auf dem geraden Weg zu den Olympischen Spielen.

Der Hofer Freestyle-Kitesurfer Finn Flügel schaffte es ins Finale der Welttour – und zwar das ins Finale der Herren. Mit 14 Jahren und als jüngster Teilnehmer überhaupt. Zudem wurde er Jugendweltmeister - und auch deutscher Meister. Der Jugend und der Herren!

Erik Engelhardt aus Enchenreuth hat den Durchbruch geschafft: Mit seinen elf Saisontoren trug er zum Aufstieg des VfL Osnabrück in die 2. Fußball-Bundesliga bei. Dort gelang ihm der erste Zweitliga-Treffer – auch wenn es sportlich für Osnabrück eher bescheiden läuft.

Joel Frandrei aus Selb vertrat Deutschland bei der Snooker-Weltmeisterschaft in Saudi-Arabien und verpasste dort knapp den Einzug ins Viertelfinale. Peter Trska ist für die Selber Wölfe einer der wichtigsten Spieler – und trug mit seinen Toren und Assists maßgeblich zum Verbleib in der DEL2 bei. Trska war ligaweit der Verteidiger mit den meisten Scorerpunkten in der Saison 2022/23. Hinter Merlin Hummel liegt eher ein Jahr mit vielen Auf und Abs. An die deutsche Meisterschaft will er sich wohl nicht mehr erinnern. Dafür an die U23-EM, wo er die Silbermedaille holte.

Bei der VGF Marktredwitz war vor allem ein Spieler auffällig: Petr Zakovsky. Allein in der laufenden Saison wurde er bereits fünf Mal zum MVP (most valuable Player/wichtigsten Spieler) gewählt.

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