Viele offene Fragen
Zu den Brandschutzvorkehrungen in der Bar machte Pilloud zunächst keine Angaben. "Die Untersuchung wird zeigen, ob Sicherheitsmaßnahmen eingehalten wurden oder nicht", sagte sie. Wie viele Leute sich zum Zeitpunkt des Unglücks in der Bar aufhielten und für wie viele Besucher sie zugelassen war, konnte sie ebenfalls nicht sagen. Auf Nachfrage äußerte sie sich nicht dazu, ob die Bar über die korrekten Notausgänge verfügte und ob diese auch funktionierten.
Die vielen Opfer wurden per Hubschrauber in umliegende Krankenhäuser gebracht, etwa in Sitten, Zürich, Lausanne und auch ins rund 100 Kilometer Luftlinie entfernte Genf. Nachbarländer hätten Aufnahmen angeboten, teilten die Behörden mit. So sollten Opfer etwa nach Mailand in Italien verlegt werden.
Der Alarm ging bei der Polizei gegen 1.30 Uhr ein. In der Bar feierten noch zahlreiche Besucher der Silvesterparty in das neue Jahr. Die Einsatzkräfte seien innerhalb von zwei Minuten vor Ort gewesen, so die Polizei. Angesichts des Ausmaßes der Tragödie eilte unter anderem auch die Bergwacht aus dem Aostatal in Italien zu Hilfe.
Nobel-Skiort
Crans-Montana liegt im Kanton Wallis und gilt als mondäner Ferienort mit vielen Prominenten. Berühmtester Einwohner war James-Bond-Schauspieler Roger Moore (1927-2017). Der Ort auf etwa 1.500 Metern Höhe hat ein großes Skigebiet. Ende Januar und Anfang Februar finden dort auch Rennen des Ski-Weltcups statt.
Über die Feiertage ist der Ort in der Regel ausgebucht. Auf rund 10.000 Einwohner kommen rund 2.600 Hotelbetten, davon acht Hotels in der Luxuskategorie, und Hunderte Ferienwohnungen. Bei rund einer Million Übernachtungen im Jahr kommen nach Angaben der örtlichen Tourismusbehörde etwa 20 Prozent der Gäste aus dem Ausland. Der nächste große Flughafen ist Genf. Auf dem Landweg sind es von dort aus 180 Kilometer.