SKK 1926 Helmbrechts Zweitliga-Keglerinnen trotzen allen Problemen

Manfred Hübner
Die Keglerinnen des SKK 1926 Helmbrechts holen zumindest ein Unentschieden. Foto: /Andreas Heckel

Ein Kreislaufzusammenbruch und Rückenschmerzen – davon lassen sich die Frauen des SKK 1926 Helmbrechts im Heimspiel gegen den ASV Fronberg nicht aus der Ruhe bringen. Am Ende kämpfen sie sogar noch um den Sieg.

Helmbrechts - Nach längerer Spielpause haben die Keglerinnen des SKK 1926 Helmbrechts am Sonntag in der 2. Bundesliga Mitte den ASV Fronberg empfangen. Beide Mannschaften mussten, teils coronabedingt, mit Ersatz antreten, was sich in den relativ schwachen Mannschaftsergebnissen niederschlug. Am Ende stand ein leistungsgerechtes Unentschieden (4:4 Mannschaftspunkte/3071:2995 Kegel).

Die aufgrund der Tabellensituation favorisierten Gäste lieferten sich in der Startpaarung ein ausgeglichenes Duell mit den Gastgeberinnen. Auf Helmbrechtser Seite begann Rebecca Lang in die Vollen gut, kam dann aber immer mehr aus der Spur, sodass Schmid ihr den ersten Satz noch wegschnappte. Auch in der Folge gab die Fronbergerin den Ton an, während sich bei Rebecca Lang vor allem im Abräumen ihr krankheitsbedingter Trainingsrückstand bemerkbar machte. Nach vier Bahnen stand mit 0:4 Sätzen und 470:520 Kegeln deshalb eine klare Niederlage für Lang auf der Anzeige.

Wesentlich besser lief es dafür bei Pia Seiferth. Obwohl sie bereits einen Teileinsatz in der zweiten Mannschaft in den Beinen hatte, entschied sie den ersten Satz gleich knapp mit 125:122 für sich. In den restlichen drei Durchgängen hatte sie keine große Mühe mehr mit ihrer Gegnerin und siegte souverän mit 4:0 Sätzen und 508:442 Kegeln gegen Zapf.

Mit 16 Kegeln Vorsprung gingen Ursula Hübner und Nadja Knopf auf die Bahnen. Beide erwischten nicht den besten Start und mussten jeweils mit 118 Kegeln den ersten Satz abgeben. Nach wenigen Kugeln auf der zweiten Bahn musste Nadja Knopf wegen Kreislaufproblemen aufgeben. Für sie kam Manuela Seiferth zum Einsatz, die ebenfalls bereits ein komplettes Spiel in der zweiten Mannschaft hinter sich hatte. Trotzdem führte sie sich gut ein und holte gleich die nächsten beiden Sätze gegen Peter. Da sie aber immer noch mit sechs Kegeln zurücklag, musste sie unbedingt auch den letzten Satz holen. Hier verließen sie im Abräumen etwas die Kräfte, sodass der Mannschaftspunkt knapp mit 2:2 Sätzen und 504:495 an Peter ging.

Nicht vom Glück verfolgt war auch Ursula Hübner. Trotz einer deutlichen Steigerung musste sie auch den zweiten und dritten Durchgang jeweils knapp mit 134:137 und 127:130 an Wunderlin abgeben. Damit war bereits zu diesem Zeitpunkt der Mannschaftspunkt verloren. Mit einer guten 141er Schlussbahn schloss sie aber wenigstens im Gesamtergebnis mit 520:521 noch zu ihrer Gegnerin auf.

Bei nur sechs Kegeln Vorsprung und 1:3 Mannschaftspunkten aus den direkten Vergleichen lagen die besseren Chancen auf der Seite der Gäste. Für die Gastgeberinnen war aber noch nichts verloren, da die Schlussachse mit Nicole Stenglein und Sylvia Sorge gut besetzt war. Schnell wurde ersichtlich, dass sich zwei komplett unterschiedliche Partien entwickelten. Sylvia Sorge, die sich trotz akuter Rückenprobleme zur Verfügung stellte, hatte gegen die Fronberger Ersatzspielerin Dirscherl von Beginn keine Mühe. Nach drei Bahnen hatte sie bereits 90 Holz Vorsprung herausgespielt und siegte am Ende souverän mit 3:1 und 542:457 Kegeln.

Dafür wurde es zwischen der besten Gästespielerin Lippert und Stenglein ein enges Match. Den besseren Start erwischte die Fronbergerin mit 134:127, dann kam aber Stenglein besser ins Spiel und sicherte sich die nächsten beiden Durchgänge mit 135:134 und 136:134. Mit immer noch vier Kegeln Rückstand musste die Helmbrechtserin auch den letzten Durchgang gewinnen, um den Mannschaftspunkt zum Gesamtsieg zu holen. Dort erwischte Lippert allerdings einen Lauf in die Vollen und erspielte sich mit 105:87 den entscheidenden Vorsprung. Das holte Stenglein im Abräumen nicht mehr auf und musste sich mit 138:149 und insgesamt mit 2:2 und 536:551 geschlagen geben.

Damit blieb es in der Endabrechnung bei einem leistungsgerechten Unentschieden. Nächste Woche ist das Helmbrechtser Team spielfrei – und hat Zeit zur Regeneration. MH

 

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