Automagie in Fichtelberg Vor James Bond fuhr Moore dieses Kultauto

Am Samstag gibt es Dutzende Volvo P1800 – eine Kultauto aus Film und Fernsehen – in Fichtelberg zu sehen.

Diese Kultauto ist bald im Museum in Fichtelberg zu bestaunen. Foto: picture-alliance / gms

Als Fahrzeug für einen Meisterdieb, einen Anwalt im Kalten Krieg, oder gar zum Selberfahren in einem Rennspiel – der Volvo P1800 hat längst medialen Kultstatus. Am kommenden Samstag bekommt der Sportwagen eine weitere Bühne: Mehr als 35 Fahrzeuge des legendären Modells treffen sich im Deutschen Fahrzeugmuseum Fichtelberg. Ab 10.45 Uhr rollen die Wagen auf das Gelände und machen die Ausstellung zu einem Höhepunkt für Oldtimerfreunde und Nostalgiker.

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Das Museum wurde 1992 als Automobilmuseum eröffnet wurde es später zum Deutschen Fahrzeugmuseum Fichtelberg erweitert, weil die Sammlung an Motorrädern stark ausgebaut wurde. Heute gilt es als eine feste Größe in der Oldtimerszene.

Der Volvo P1800, der 1961 von der schwedischen Autofirma vorgestellt wurde, gehört zu den bekanntesten Modellen der Marke. Entwickelt als eleganter Sportwagen im Design, das Autofans an Ferrari erinnert, und gebaut als Grand Tourer, überzeugt er mit klassischem Design und robuster Technik. Die ersten Serien, die in West Bromwich von Jensen Motors gefertigt wurden, sind heute seltene Sammlerstücke.

Moore, Hanks und Spieler

Weltweite Berühmtheit erlangte der Wagen nicht nur durch sein Design, sondern auch durch seine Medienauftritte. Der spätere James-Bond-Darsteller Roger Moore machte ihn in Simon Templar zur Stilikone, US-Regisseur Steven Spielberg setzte ihn im Jahr 2015 im Tom-Hanks-Film Bridge of Spies als Wagen des DDR-Anwalts Wolfgang Vogel in Szene. Und im Rennspiel Forza Horizon 3 können Spieler einen P1800 E in einer Scheune finden und nach der Restaurierung fahren.

Neben den Fahrzeugen selbst setzt das Museum an diesem Wochenende auch auf Kulinarik. Das Restaurant Museo unter Pächter Michael Isert hat sich in den vergangenen Monaten als Event-Location etabliert. Ab Herbst erweitert es sein Angebot um eine vollwertige Speisekarte, um den Museumsbesuchern ein rundes Gesamterlebnis zu bieten.

Neu im Team ist Küchenchef Jochen Randecker, der seine Laufbahn in der Traube Tonbach in Baiersbronn begann. Seine Erfahrung soll das gastronomische Niveau weiter anheben.