Wie sich die SPD berappelt nach einem doppelten K.o., das interessiert offenkundig nur noch eine Minderheit. Auch für den Rest der Republik ist aber durchaus von Belang, ob sich die Sozialdemokraten nun verirren zwischen links und dem, was sie für die Mitte halten, ob sie Sündenböcke suchen, neue Wundertüten für davongelaufene Wähler versprechen, eine Palastrevolution im Willy-Brandt-Haus inszenieren – und so die Bundesregierung lähmen, vor lauter Nabelschau ihre eigentlichen Aufgaben vergessen und sich für die unausweichlichen Reformen in ihren Schützengräben verschanzen. All dies wäre denkbar. Doch die führenden Genossen schwören heilige Eide, dass es so nicht kommen soll. Sofern auf sie Verlass ist, wäre das seit langem die beste Nachricht aus der SPD.
Sozialdemokraten in Existenzkrise SPD kein Erfolgsmodell mehr
Armin Käfer 23.03.2026 - 15:19 Uhr