SPD Marktredwitz Harald Eichner neuer Vorsitzender

Herbert Scharf
Der neue Vorstand der Marktredwitzer SPD mit dem neuen Vorsitzenden Harald Eichner (Fünfter von rechts). Foto: /Herbert Scharf

Der Stadtrat löst den bisherigen Vorsitzenden Jürgen Veitz-Brigl an der Spitze des Ortsvereins ab. Unterstützt wird er von Anna Eichner, Benedikt Grüner und Werner Schlöger.

Führungswechsel bei der Marktredwitzer SPD. Bei der Hauptversammlung wählten die Mitglieder Harald Eichner zum Nachfolger von Jürgen Veitz-Brigl. Seine Stellvertreter sind Anna Eichner, Benedikt Grüner und Werner Schlöger. Als Kassiererin wurde Christa Dickey im Amt bestätigt. Neue Schriftführerin ist Claudia Schaffer, Stellvertreter Josef Schwemmer. Zu Beisitzern bestimmte die Versammlung Christine Eisa, Klaus Haussel, Michael Koch, Uwe Kuchenbäcker, Karin Reif, Kurt Rodehau, Louis Stingl und Gisela Wuttke-Gilch.

Zuvor hatte der bisherige Vorsitzende Veitz-Brigl im „Bräustüberl“ in seinem Bericht über die vergangenen Jahre darauf hingewiesen, dass die SPD trotz der Pandemie jeweils den Osterbrunnen im Markt geschmückt habe. Zudem habe man den Artur-Buchta-Preis verliehen, der dieses Mal an das Team des Musikfestivals Sticky Fingers gegangen sei.

Beruflich eingespannt

Der Vorsitzende bedauerte, dass er selbst durch seine neue Berufsausbildung stark eingeschränkt gewesen sei. Deshalb wolle er sich auch nicht mehr zur Wahl stellen.

Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtrat, Klaus Haussel, berichtete, dass sich die vier sozialdemokratischen Gremiumsmitglieder gegen eine Phalanx der übrigen Parteien behaupten müssten. Ab und zu werde man von den Grünen unterstützt. Finanziell gehe es der Stadt Marktredwitz derzeit noch gut, sagte Haussel, sie könne einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen. Trotz hoher Einnahmen aber habe man im Verwaltungshaushalt ein Defizit von 1,4 Millionen Euro. Dabei würden inzwischen fast alle großen Projekte wie kürzlich das neue Kinderhaus in Dörflas über das Kommunalunternehmen Marktredwitz finanziert. Und auch für die kommenden Jahre seien Darlehen in den Haushalt eingeplant. Der Fraktionsvorsitzende bedauerte, dass der Bartholomäusmarkt aus dem Kalender gestrichen wurde. Im Stadtrat, kritisierte er, würden kritische Themen immer mehr im nichtöffentlichen Teil der Sitzungen beraten.

Kassierer Harald Eichner berichtete in seinem Kassenbericht von einem durchaus befriedigendem Ergebnis und schwarzen Zahlen.

Kritik an Innenstadt

In einer Aussprache kritisierte Stadträtin Gisela Wuttke-Gilch, dass in Marktredwitz von der einstigen „sympathischen Einkaufsstadt“ kaum mehr etwas übrig sei. Als Beispiel dafür nannte sie die Entwicklung im Markt.

Die negative Darstellung der Innenstadt wollte dritte Bürgermeisterin Christine Eisa so nicht stehen lassen. Die Stadt blühe auf, hielt sie entgegen. Das zeige sich nicht nur an der Entwicklung im „Green Park“ am Berghof oder im Auenpark. Marktredwitz sei als Einkaufsstadt nach wie vor ein Magnet für Kunden aus der ganzen Umgebung. Vermehrt kehrten auch junge Leute, die in und um Marktredwitz aufgewachsen seien, nach ihrer Ausbildung wieder in die Heimat zurück.

Pfarrer Klaus Wening wies in einem Grußwort auf das soziale Engagement der Kirche hin. So führe man gemeinsam fünf Kindergärten, und die Diakonie sei mit 300 Arbeitnehmern ein bedeutendes Unternehmen in Marktredwitz. „Wir brauchen auch künftig die Unterstützung der Kommunen“, appellierte der Geistliche an die SPD-Mitglieder. Heftig kritisierte er die überbordende Bürokratie bei den sozialen Aufgaben.

 

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