Für bayerische Eltern könnte der Besuch einer Kindertagesstätte ihrer Sprösslinge künftig deutlich teurer werden. Das befürchtet die SPD als Folge der von der Staatsregierung geplanten Reform des Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG). Diese sieht unter anderem vor, dass der bisherige Beitragszuschuss von monatlich 100 Euro nicht mehr ausbezahlt, sondern direkt an die für den Kita-Betrieb zuständigen Kommunen überwiesen wird. Zwar erwartet Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU), dass Städte und Gemeinden das Geld in eine entsprechende Absenkung der Elternbeiträge stecken, doch vorgeschrieben ist das nicht. Der bayerische Gemeindetag warnte deshalb vorsorglich vor „falschen Erwartungen“.