Spendenaufruf Hofer bringen Care-Pakete in die Ukraine

Wachskerzen, Zahnpasta, Nudeln: Die Hofer Nächstenhilfe bittet um Spenden. Ostern fährt ein Konvoi aus sieben Fahrzeugen ins ukrainische Kriegsgebiet – er hat auch wieder Backöfen geladen.

1000 Pakete wollen die Helfer bis Ostern für die Ukrainer zusammenbekommen. Foto: privat

Zum zehnten Mal seit Kriegsbeginn macht sich der Hilfstransport der Nächstenhilfe Hof auf den Weg in die Ukraine. 14 Fahrer werden mit fünf Lkw und zwei Begleitfahrzeugen unterwegs sein. „Diesmal werden wir zum Osterfest viele Not leidende Familien entlang der Frontlinie unterstützen: hauptsächlich mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln, die in Frontnähe oft schwer oder überhaupt nicht zu bekommen sind“, erklärt Pastor Waldemar Zelmer von der Freien Christengemeinde Hof. Nun rufen die Verantwortlichen dazu auf, dass sich die Menschen im Hofer Land anschließen – mit einem selbst gepackten Paket oder einer Geldspende.

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„Ein großer Ofen der früheren Bäckerei Dörsch zum Beispiel backt jetzt Brot in einer Gemeinde in der Ukraine, deren Diakon auch Bäcker ist – der Ofen ist fünf Tonnen schwer und misst 20 Quadratmeter, damit lassen sich 250 Brote auf einmal backen“, erzählt Waldemar Zelmer. Das Ungetüm ging bekanntlich mit einem seiner früheren Transporte in die Ukraine. Auch Öfen der Hofer Bäckerei Laubmann, die sich verkleinert hatte, sind schon in die Ukraine gefahren worden. „Und jetzt, vor Ostern, holen wir noch zwei Industrie-Backöfen aus Nürnberg ab – von Betrieben, die sich neue anschaffen“, erklärt Zelmer. Das Brot, das sie künftig backen werden, wird dann von Freiwilligen in der Ukraine entlang der Frontlinien verteilt – zusammen mit hoffentlich vielen Care-Paketen von privaten Spendern.

Seit 40 Jahren sind Waldemar Zelmer und seine Helfer immer wieder in der Ukraine unterwegs, in Spitzenzeiten hat er 40 Fahrzeuge voller Hilfsgüter zu den Menschen gebracht. Auch jetzt haben die Akteure konkrete Wünsche, in welcher Form die Care-Pakete am besten angeliefert werden sollten: „Fragen Sie im Supermarkt nach einem stabilen, leeren Bananenkarton mit Deckel – das Standardformat erleichtert die Logistik. Verschließen Sie das Loch im Boden mit einem Stück Karton“, heißt es auf dem Flyer zur Aktion. Auf der Packliste stehen etwa Spaghetti, Reis oder Bulgur, Instant-Brühwürfel, Pflanzenöl oder Dosenfisch, Schokolade, Zwieback oder Butterkekse – ebenso Seife, Zahnpasta, Zahnbürsten , Duschgel. Wichtig: Der ukrainische Zoll schreibt vor, dass verderbliche Güter noch mindestens ein halbes Jahr haltbar sein müssen. Abgegeben werden können Spenden in der Gemeinde.

Abgabestelle im Schloßweg Hof

Vom 1. bis zum 29. März richtet die Freie Christengemeinde Hof in ihren Räumen im Schloßweg 4 in Hof eine Abgabestelle ein – Pakete können dann immer samstags von 10 bis 15 Uhr abgegeben werden. Die Pakete, erklären die Beteiligten, hätten einen ungefähren Warenwert von 75 Euro: Zusätzlich dazu bitten sie um fünf Euro Spende, um die Transportkosten mitzufinanzieren. Auch reine Geldspenden werden in Hilfsgüter umgesetzt: „Ehrenamtliche Helfer kaufen dann ein und verpacken die Güter“, erklärt Zelmer.

„Ein Schwerpunkt, neben zwei Industrie-Backöfen für das Projekt ‚Brot für die Ukraine’, wird die Hilfe für die notleidende Bevölkerung entlang der Frontlinie sein“, berichtet Zelmer. Die Hofer arbeiten hier zusammen christlichen Gemeinden aus Oberfranken und dem christlichen Netzwerk Cloppenburg in Niedersachsen. Ziel: 1000 Oster-Care-Pakete zusammenzubekommen.

Infos und Spendenmöglichkeit: www.naechstenhilfe-hof.de, Nächstenhilfe-Hof BFP KdöR VR Bank Bayreuth-Hof eG, IBAN: DE44 7806 0896 0007 1640 09.