Sportpark für Hohenberg Treffpunkt für Jung und Alt in Hohenberg

Gisela König
  Foto: /Florian Miedl

Trotz der finanziell prekären Lage entsteht in der Stadt im kommenden Jahr ein Spiel- und Sportpark. Die Yamakawa-Stiftung stemmt die Finanzierung.

Hohenberg - Die Stadt Hohenberg ist seit Jahren finanziell gebeutelt, die Haushaltskonsolidierung Dauerthema. Gut, dass es dennoch immer wieder Lichtblicke gibt. So kann die Stadt trotz nicht genehmigtem Haushalts im kommenden Jahr ein neues Projekt angehen: Zwischen Ärztehaus und Turnhalle soll ein Gesundheits-, Spiel- und Sportpark – ein Treffpunkt für Jung und Alt – entstehen. „Dies ist nur möglich durch die Zusage von Kazuko Yamakawa, im Zuge der Yamakawa-Stiftung ,Lebenswertes Hohenberg‘ die Finanzierung zu übernehmen.“ Dies teilte Bürgermeister Jürgen Hoffmann in seinem Jahresrückblick in der letzten Sitzung des Stadtrats im auslaufenden Jahr hocherfreut mit, nachdem ihn dieses „Weihnachtsgeschenk“ in Form einer Mail aus Japan in der Nacht zuvor erreicht hatte.

Sanierung und Erweiterung des Elisabeth-Kindergartens 2022

Trotz Corona-Pandemie, „die unser Leben jetzt schon fast zwei Jahre lang bestimmt“, mussten angefangene Projekte weiter geplant und fertiggestellt werden. „Dies alles geschah“, so Hoffmann, unter erschwerten Bedingungen. Durch striktes Einhalten der Corona-Regeln, Tagen in großen Räumen sowie durch Impfen und Testen sei es dem Stadtrat gelungen, seine Aufgaben in Präsenz zu erledigen. Man arbeite zurzeit sogar an einigen großen Projekten, „die für unsere Stadt richtungsweisend sein und sie positiv verändern werden“, so Hoffmann. Er nannte hier die Sanierung des ehemaligen Rathauses mit Umbau zum Gemeinschaftshaus, wofür mit Unterstützung der Förderoffensive Nord-Ost-Bayern und der Oberfrankenstiftung eine 90-prozentige Förderung habe erreicht werden können. In dem neuen Haus sei dann Platz für Sitzungen des Stadtrats, Vereine, für Trauungen, die Bücherei und die Ökologische Bildungsstätte. Weiterhin nannte er die Sanierung und Erweiterung des Elisabeth-Kinderhauses. Nach 27 Jahren komme man um diese Maßnahme nicht herum. Der Baubeginn sei für kommendes Jahr vorgesehen.

„Rucksack“ Kassenkredit bleibt

Dank der Unterstützung des Maklerbüros Übler sei es gelungen, nahezu sämtliche Baugrundstücke der Stadt zu veräußern. Im Umkehrschluss ergebe sich daraus eine weitere große Aufgabe, nämlich die Erschließung neuer Bauplätze. „Das stellt uns vor ein finanzielles Problem“, so Hoffmann, denn ein Baugebiet müsse erst einmal vorfinanziert werden. Und damit kam er zum leidigen Thema: „Ohne staatliche Unterstützung könnten die Stadt Hohenberg sowie andere Kommunen in der Region nicht mehr überleben. Doch selbst wenn wir irgendwann in den Bereich eines genehmigungsfähigen Haushalts kommen sollten, ist da immer noch unser ,Rucksack‘ Kassenkredit“, so der Bürgermeister, der damit deutlich machte, dass dieses Problem nur politisch gelöst werden könne. Auch wenn die Haushaltskonsolidierung Hohenberg noch viele Jahre begleiten werde, gelte es dennoch, die Pflichtaufgaben zu erfüllen. Hier stünden beispielsweise Ersatzbeschaffungen für in die Jahre gekommene Feuerwehrfahrzeuge an. Auch die 2022 geplante 800-Jahr-Feier der Stadt Hohenberg werde viel Arbeit für Stadtrat, Vereine und Bevölkerung mit sich bringen.

Kazuko Yamakawa kommt zur 800-Jahr-Feier

Abschließend ging Hoffmann noch auf den geplanten Gesundheits-, Spiel- und Sportpark ein. Aufgrund der Zusage von Kazuko Yamakawa, die Kosten zu übernehmen, gehe man nun daran, das Projekt zu entwickeln und umzusetzen. „Ich wünsche mir, dass wir Frau Yamakawa, wenn sie zur 800-Jahr-Feier nach Hohenberg kommt, schon etwas präsentieren können“, sagte Hoffmann.

Der Bürgermeister dankte für die gute Zusammenarbeit mit der Energieversorgung Selb-Marktredwitz, für die hervorragende Arbeit im Elisabeth-Kinderhaus sowie den heimischen Betrieben.

 

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