SpVgg Bayern Hof Im Livestream: Erster Matchball für Hof

Stolpert diesmal auch Ammerthal über formstarke Bayern? Yannick Frey (im Zweikampf mit Ammerthals Daniel Gömmel) Foto: Mario Wiedel

Die SpVgg Bayern Hof muss zum fünftletzten Punktspiel der Saison zur DJK Ammerthal. Mit dem starken Auftritt gegen den SC Feucht haben sich die Saalestädter eine sehr gute Ausgangssituation für den Saisonendspurt geschaffen. Im günstigsten Fall wäre schon am heutigen Abend der Klassenerhalt für Hof unter Dach und Fach. Sehen Sie das Spiel ab 15 Uhr hier live.

Die Englischen Wochen gehen für die SpVgg Bayern Hof weiter. Nach dem wichtigen Sieg über den SC Feucht (1:0) am Dienstag muss die Mannschaft von Roman Pribyl am Samstagnachmittag um 15 Uhr bei der DJK aus Ammerthal antreten. Gelänge den Bayern ein Sieg beim Tabellensiebten der Bayernliga Nord, wäre der Klassenerhalt wahrscheinlich so gut wie in trockenen Tüchern.

Eigentlich war der Dreier unter der Woche schon ein echter Befreiungsschlag für die Bayern. „Die Leistung der Mannschaft war absolut top, aber das war ja schon in den ganzen letzten Spielen so“, ist der sportliche Leiter der Bayern, Fulvio Bifano, hoch zufrieden mit der aktuellen Form des Teams. „Wir sind genau so aufgetreten, wie wir es müssen, um die noch nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen.“

Hofs Ausgangssituation im Saisonendspurt ist durchaus komfortabel. Dass Karlburg (Platz 16) die 12 Punkte Rückstand in den verbleibenden fünf Spielen noch aufholt scheint doch sehr unwahrscheinlich. Somit hat Hof als echte Verfolger im Kampf gegen den einen noch möglichen Relegationsplatz nur noch den ASV Cham und den Würzburger FV im Heck – beide mit je sieben Punkten Abstand, wobei der WFV nur noch vier Spiele zu bestreiten hat. Zudem treffen Cham und Würzburg am heutigen Samstag im direkten Duell aufeinander. Sollte der ASV sein Heimspiel gewinnen und gleiches den Bayern in Ammerthal gelingen, könnte die Pribyl-Elf schon auf der Heimfahrt aus der Oberpfalz den Klassenerhalt feiern , hat somit den ersten Matchball. Sollte der Idealfall diesmal noch nicht eintreten, wird es genügend weitere geben. „Wir planen sowieso schon für eine nächste Saison in der Bayernliga“, so Bifano. Natürlich sind die Voraussetzungen dank der letzten Spiele jetzt sehr gut, aber ich schaue dennoch von Spiel zu Spiel. Ich glaube, in der Mannschaft herrscht die gleiche Einstellung. Einfach angespannt und geil sein auf das nächste Spiel, so wie wir es in den letzten Wochen auch waren und uns dadurch die jetzige Situation erarbeitet haben. Von uns wird jetzt keiner in einen Euphorie-Schlaf fallen – im Gegenteil. Schließlich wollen wir uns ja auch weiterentwickeln und in der Zukunft von den jetzigen Erfahrungen profitieren.“

Also volle Konzentration auf den nächsten Gegner Ammerthal und dann sehen, was unterm Strich rauskommt. Vom Hinspiel Anfang Oktober auf der Grünen Au (0:2) haben die Bayern auch noch eine Rechnung offen. Karzmarczyk brachte die Gäste nach dem Seitenwechsel in Führung, Bajrami besiegelte die Heimniederlage in der Nachspielzeit. In Anbetracht des Tabellenplatzes und des Heimvorteils liegt die Favoritenrolle wohl auch diesmal bei der DJK. „Wenn sie alle Mann an Bord haben, ist Ammerthal eine gestandene Bayernligamannschaft. Sie haben in Abwehr, Mittelfeld und Angriff sehr erfahrene, gut aufeinander abgestimmte Spieler – das unterstreicht ja auch ihre derzeitige Position in der Liga“, weiß Bifano um die Herausforderung der nächsten Aufgabe. „Aktuell sollen sie wohl einige personelle Probleme haben, aber wir werden sehen, wer gegen uns aufläuft. Und bei uns ist es ja schließlich seit Monaten genauso.“

In der Tat gibt es auch in Sachen Bayernkader nicht wirklich bahnbrechend Positives für Trainer Roman Pribyl. Vielmehr steht ein zusätzliches Fragezeichen hinter Tom Feulner, der sich mit Wehwehchen herumplagt. Immerhin sind Matej Kyndl und Elia Bifano unter der Woche wieder in Teile des Mannschaftstrainings eingestiegen. Ob und für wen es am Samstag zu einem Einsatz in Ammerthal reicht, kann Pribyl nur kurzfristig entscheiden.

„Die Situation ist für uns leider ja nichts Neues“, meint Bifano schulterzuckend. „Ich bin aber trotzdem optimistisch. Die Art und Weise, wie die Mannschaft in der letzten Zeit immer wieder die ganzen Ausfälle kompensiert hat, spricht für den großen Zusammenhalt und die tolle Moral in unserem Team.“

Diese Tugenden hat Hof zuletzt stets unter großem Druck auf den Platz gebracht. Der ist mit dem Blick auf die aktuelle Konstellation jetzt sicherlich nicht mehr ganz so enorm. Der Bonus, etwas befreiter aufspielen zu können, sorgt nicht selten für einen zusätzlichen Leistungsschub. Davon unabhängig rechnet sich Bifano ohnehin immer etwas aus. „Wir sind gegen keinen Gegner in der Liga chancenlos. Das haben die Jungs in den letzten Spielen unter Beweis gestellt. Sie haben sich dieses Selbstverständnis und Selbstvertrauen erarbeitet. Also fahren wir natürlich nach Ammerthal, um von dort etwas mitzunehmen.“

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