Livestream SpVgg Bayern Hof: Trainer Pribyl fordert Mut

Der Hofer Ferdinand Seifert in Aktion. Foto: Mario Wiedel

Die SpVgg Bayern Hof empfängt an diesem Samstag, 15 Uhr, die DJK Vilzing. Der Dritte der Fußball-Bayernliga hat große Ambitionen. Das Spiel können Sie hier live sehen.

Hof - Viele Trainer unter den 18 Mannschaften der Fußball-Bayernliga Nord hatten die DJK Vilzing vor der Saison auf dem Zettel, als es darum ging die Titelkandidaten zu benennen. Das Team aus einem Stadtteil der oberpfälzischen Kreisstadt Cham hat die Experten bisher nicht enttäuscht. Nach 15 Spieltagen ist die Mannschaft von Trainer Josef Eibl mit 34 Punkten Tabellendritter, drei Zähler hinter Spitzenreiter Ansbach.

An diesem Samstag, 15 Uhr, geben die Oberpfälzer ihre Visitenkarte in Hof ab, es ist das zweite Aufeinandertreffen der beiden Klubs in der Liga. Beim ersten Mal, in Vilzing, im August 2019, trennte man sich torlos.

Mit einem solchen Ergebnis könnte sich der Hofer Trainer Roman Pribyl wohl auch dieses Mal anfreunden. Ein Spiel ohne Gegentor gab es auf Hofer Seite in dieser Saison schließlich noch nicht. Vielmehr ist die Abwehr der Pribyl-Elf bisweilen löchrig wie Schweizer Käse. Davon zeugen etwa sieben Gegentreffer bei Eintracht Bamberg oder sechs beim ATSV Erlangen. Zuletzt reichte es beim Tabellenvorletzten Vatan Spor Aschaffenburg nach einem 1:3-Rückstand immerhin noch zu einem 3:3. Bemerkenswert dabei: Vatan Spor ist eines von drei Teams, gegen die Vilzing verlor. Ansonsten stehen bei den Oberpfälzern ein Remis und elf Siege zu Buche.

Die Eibl-Elf sei „durch die Bank stark – in allen Mannschaftsteilen“ , so die Erkenntnis von Roman Pribyl nach dem Videostudium des Gegners. Das unterstreicht im Übrigen auch das Torverhältnis: 34:14 – das bedeutet: drittbester Sturm und drittbeste Abwehr der Liga.

Ganz anders Hof: 38 Gegentreffer in den bisher 15 Partien mussten Pribyl und seine Mannschaft bereits verdauen. Und dennoch – wie immer wieder aufs Neue – wird auch dieses Mal als ein Ziel, „hinten die Null zu halten“, ausgegeben. Pribyl: „Im Fußball ist alles möglich. Warum soll es nicht endlich einmal klappen?“

Einer seiner Defensiven, die es richten sollen, ist Ferdinand Seifert. Der Abwehrspieler zählt trotz seiner erst 22 Jahre schon zu den Erfahreneren in Pribyls Kader. Schließlich spielt er nun schon seine vierte Saison in der Bayernliga, noch als A-Junior kam er schon in der zweiten Mannschaft der Würzburger Kickers zum Einsatz, wohin der Hofer 2017 gewechselt war. 2019 kam er zurück und ist seitdem fester Bestandteil der Hofer Mannschaft. Für die vielen Gegentore gibt er eine plausible Erklärung: „Wir sind eine sehr junge Mannschaft die relativ unerfahren ist, wir wachsen aber von Spiel zu Spiel besser in die Aufgabe.“ Problematisch sei allerdings, dass „wir uns immer wieder durch individuelle Fehler das Leben selbst schwermachen“. Was ihm aber Zuversicht gebe, sei die Tatsache, dass „die Mannschaft eine tolle Moral hat“. Zuletzt habe sie das eben in Aschaffenburg bewiesen, als sie in den letzten 20 Minuten aus dem 1:3 ein 3:3 machte.

Vor dem Spiel nun gegen den Tabellendritten sei ihm nicht bange. Seifert: „Daheim, mit den Fans im Rücken, können wir gerade gegen Gegner wie Vilzing über uns hinauswachsen.“

Das sieht sein Trainer ähnlich: „Wir haben Respekt, aber keine Angst.“ Pribyl fordert Mut von seinen Spielern. Denn: „Wer ängstlich auf den Platz geht, hat schon verloren. Wir wollen alles tun, damit die Punkte in Hof bleiben.“

Nach zwei Niederlagen und dem Unentschieden in Unterfranken würden sich drei weitere Zähler auf dem Konto gut machen. 18 Punkte sind es bisher für den Tabellenelften, der Vorsprung von fünf Punkten auf Rang 14, den ersten Relegationsplatz, ist dabei aber so komfortabel nicht.

Mit der Rückkehr von Torwart Nico Preißler und Innenverteidiger Noah Ismail – beide haben ihre Rotsperre abgesessen – sollte sich die Personalsituation entspannen. Allerdings konnten in dieser Woche Kapitän Christian Schraps und Andreas Knoll wegen Krankheit nicht trainieren. Pribyl: „Ob sie spielen können, entscheidet sich erst kurz vor dem Spiel.“

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