Fußball-Livestream Wie zwei angeschlagene Boxer

Trainer Roman Pribyl (rechts) hofft, dass sein Team am Dienstag in Großbardorf wieder in die Erfolgsspur zurückfindet. Foto: Mario Wiedel Foto:  

Die SpVgg Bayern Hof will sich an diesem Dienstag in Großbardorf für die Heimniederlage gegen Abtswind rehabilitieren. Wird Matej Kindl rechtzeitig fit?

Hof - Angeschlagene Boxer sind in der Regel gefährlich. Aber was ist, wenn gleich zwei aufeinander losgelassen werden? In der Fußball-Bayernliga ist das an diesem Dienstag (Anstoß 18.30 Uhr) der Fall, wenn die SpVgg Bayern Hof beim TSV Großbardorf zu Gast ist.

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Das Team von Trainer Roman Pribyl hat sich am Wochenende bei der empfindlichen 0:3-Niederlage gegen den TSV Abtswind nicht mit Ruhm bekleckert. Es steht aber, wenn man sich das Punktekonto betrachtet, immerhin noch doppelt so gut da wie der heutige Gegner. Bei den Grabfeld-Gallieren kann man getrost von einem kapitalen Fehlstart sprechen. Vier Punkte – ein Sieg und ein Unentschieden – aus sechs Spielen entsprechen wohl nicht den Ansprüchen des Vereins. Besonders bitter: die 2:4 Niederlage am Wochenende beim SV Seligenporten. Die Oberpfälzer, die jüngst in Hof mit 3:5 das Nachsehen hatten, sind damit an Großbardorf vorbeigezogen.

Auch Pribyl hatte sich das Heimspiel gegen Abtswind ganz anders vorgestellt. „Da bekommst du nach drei Minuten das erste Gegentor und nach 15 Minuten das zweite. Dann ist es ganz schwer, gegen so eine kompakt stehende Mannschaft nochmals zurückzukommen.“ Dass dann auch noch Tomas Petracek kurz vor der Pause verletzt ausgewechselt werden musste, habe zu diesem gebrauchten Tag gepasst, will der Hofer Trainer gar nicht mehr länger auf dieses Spiel zurückblicken, sondern den Fokus auf den nächsten Gegner richten.

Petracek fehlt den Hofern allerdings auch in Großbardorf. Wie schlimm seine Verletzung ist, darüber wird eine MRT-Untersuchung an diesem Dienstag Aufschluss geben. Cedrik Drewanz (muss arbeiten) und der junge Saalfrank (Leistenverletzung) stehen den Gelb-Schwarzen ebenfalls nicht zur Verfügung. Ob Matej Kyndl und Ferdinand Seifert wieder auflaufen können, wird sich wohl erst kurz vor dem Spiel beim Warmmachen entscheiden. Pribyl ist hier zumindest verhalten optimistisch.

Der tschechische Coach hat sich mit dem Gegner eingehend auseinandergesetzt. Wo dessen Stärken und Schwächen liegen, wollte er aber dennoch nicht verraten. „Wir müssen auf uns schauen, kompakt stehen und versuchen, den einen oder anderen Konter zu setzen. Solche individuellen Fehler wie gegen Abtswind dürfen wir uns in Großbardorf nicht erlauben“, fordert Pribyl von der ersten Minute an volle Konzentration von seiner Mannschaft, die natürlich auch selbst den schwachen Auftritt gegen Abtswind mit einem Auswärtssieg vergessen machen will.

Aufgrund der vielen Ausfälle hatte der Trainer gegen Abtswind den erst 17-jährigen Hendrik Geiler ins kalte Wasser geworfen. Pribyl: „Einen 17-Jährigen in der Startelf hat es in Hof schon lange nicht mehr gegeben. Hendrik war zwar anfangs ein wenig nervös, hat seine Sache dann aber gut gemacht.“ Spielt Geiler auch in Großbardorf? „Das hängst davon ab, wie viele von unseren Verletzen zurückkommen“, will sich Pribyl nicht in die Karten schauen lassen.

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