SpVgg Bayern Hof Zwei auf einen Streich

Will in Cham seinen Kasten sauber halten – Bayern-Keeper David Guyon. Foto: /Dirk Meier

Die SpVgg Bayern Hof muss am Samstag in Cham antreten. Dabei will die Pribyl-Elf zum einen den ASV in der Bayernliga auf Abstand, zum anderen in die nächste Runde des ­Toto-Pokals einziehen.

Wenn die Hofer Bayern am Samstag um 16 Uhr beim ASV Cham antreten, gibt es gleich doppelt etwas zu holen. Mit einem Sieg kann die Spielvereinigung (Platz 12, 26 Punkte) die Gastgeber (16., 16 Punkte) weiter distanzieren und sich von den Relegationsplätzen absetzen und zudem auch noch in die nächste Runde des Toto-Pokals einziehen. Das Spiel wird für beide Wettbewerbe gewertet.

In Cham erwartet die Hofer Bayern ein Gegner von ähnlichem Format, wie zuletzt im Heimspiel der Würzburger FV (2:2). Auch der ASV steckt hinter den Hofern tief im Abstiegskampf und hat sich für diesen in der Winterpause nochmals ordentlich in allen Mannschaftsteilen verstärkt. Von den fünf Neuen haben abgesehen von Ahmedov (Innenverteidiger) die anderen vier Peutler (Tor), Pfad (defensives Mittelfeld) und die beiden Flügelstürmer Kalteis und Medineli gleich in der Startelf eingeschlagen. Insbesondere Kalteis (vier) und Medineli (zwei) trafen in den vier Spielen nach der Winterpause schon sechsmal für die Oberpfälzer. Lediglich deren Re-Start ging mit 1:3 gegen Neumarkt verloren. Danach holte Cham sieben Punkte aus drei Spielen, gewann unter anderem mit 3:2 beim Spitzenreiter FC Eintracht Bamberg. Und auch der neue ASV-Trainer ist den Hofern gut bekannt. Faruk Maloku stand in der Saison 2014/15 in 33 Spielen als Übungsleiter der Bayern an der Seitenlinie.

Hofs Coach Roman Pribyl plagen vor dem Auftritt beim erstarkten Kellerkind die üblichen Personalsorgen. Zwar haben sich Kapitän Christian Schraps und Elia Bifano wieder fit gemeldet, dafür füllten Ferdinand Seifert (Fuß) und Marian Schubert (Fieber) das Lazarett unter der Woche wieder auf. „Hoffentlich tut sich da bis zum Wochenende noch etwas“, nimmt Pribyl die Situation, wie in den letzten Wochen auch schon, wie sie ist. „Wir werden wieder alles versuchen um von dort Punkte mitzunehmen“, hat die Partie als Ligaspiel für den Bayerntrainer die höhere Priorität. „Wir müssen erst einmal schauen, wer in Cham auflaufen kann. Aber die Jungs haben am vergangenen Samstag ja auch gezeigt, dass wir den ein oder anderen Ausfall kompensieren können. Nur schade, dass wir da in der ersten Halbzeit das Spiel nicht entschieden haben. Aber mit dem Punkt konnten wir leben und müssen jetzt weitersehen.“

Taktisch will Pribyl keine Experimente eingehen, auf Bewährtes vertrauen, was wohl auch heißen soll, dass die Bayern in erster Linie auf sich selbst schauen. Dabei findet die Mannschaft mit Blick gerade auf die Schlussphase des Spiels gegen den WFV Ansätze, was in Cham noch besser gemacht werden könnte.

„Ja, da hatten wir in der Verteidigung schon das ein oder andere Abstimmungsproblem. Aber da war es in der zweiten Halbzeit auch sehr laut hinter meinem Tor. Das hat natürlich auch die Kommunikation in der Abwehr nicht einfacher gemacht“, analysiert Bayern-Torwart David Guyon die etwas glückliche Schlussphase.

Auch wenn nach dem Cham-Spiel mit dem FCE Bamberg und Ansbach zwei ganz dicke Brocken warten, sieht Guyon sein Team nicht zusätzlich unter Druck, beim ASV zu punkten. „Wir wollen immer gewinnen. So gehen wir in jedes Spiel. Da ist eigentlich egal, wie der Gegner heißt“, sagt der Keeper, der im Falle eines Unentschiedens dann ja in den Fokus rücken würde. Dann würden die Punkte für die Wertung in der Bayernliga zwar geteilt, aber trotzdem müsste ein Sieger in diesem Spiel erzwungen werden. Denn um in Anbetracht der Corona-Situation einen zusätzlichen Termin zu sparen, wurde entschieden, einen Bayernligaspieltag gleich als erste Qualifikationsrunde zum Totopokal zu werten. Ausgelost wurde dann dieser 27. Spieltag. Das heißt, im Falle eines Remis würde direkt nach Schlusspfiff ein Elfmeterschießen durchgeführt.

Weil die Bayern in der Offensive aber immer für ein Tor gut sind, würde es nach Guyons Plan wohl gar nicht zum Entscheid vom Punkt kommen. „Ich will auf jeden Fall schauen, dass mal wieder die Null steht und reiß mir den Arsch auf.“

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