Die SpVgg Bayreuth hat in den vergangenen Monaten viele eher unschöne Nachrichten verkraften müssen, doch kaum eine dürfte ihren Anhängern so sehr an die Nieren gehen wie diese: Nicole Kalemba, Geschäftsführerin, Aushängeschild, Sympathieträgerin, manchmal auch Blitzableiterin, verlässt den Klub unerwartet früh. Ausgerechnet jetzt, in einem Moment zarter, gerade erst wieder aufkeimender Euphorie – nach dem ordentlichen Restart in die Fußball-Regionalliga Bayern mit einem 1:1 in Eichstätt und der geknackten Schallmauer von 5000 Tickets für das Topspiel gegen Bayern München II (Freitag, 19 Uhr) – wirkt die Abschiedsmeldung wie ein Stimmungskiller. Die Verkündung ihres Rückzugs bereits zum 15. April schiebt sich mitten hinein in eine Phase, in der es schien, als habe die Altstadt die Unruhe der letzten Wochen zumindest ein wenig hinter sich gelassen.