Es gab Zeiten, da war die SpVgg Bayreuth für vieles bekannt, nur nicht für Geduld und vornehme Zurückhaltung. Man erinnere sich bloß an den Zwist des ehemaligen Geschäftsführers und jetzigen Gesellschafters Wolfgang Gruber mit dem früheren BFV-Präsidenten Rainer Koch zu Corona-Zeiten, an manch emotionalen Ausbruch von Aufstiegstrainer Timo Rost oder die viel beachteten Seitenhiebe von Altstädter Verantwortlichen in Richtung Konkurrenz. Aktuell ist der Fußball-Regionalligist von derartigem Säbelrasseln meilenweit entfernt. Was sicherlich auch an der ausgleichenden Art von Geschäftsführerin Nicole Kalemba liegt, die die Unaufgeregtheit ihres Vorgängers Jörg Schmalfuß nicht nur übernommen, sondern sogar weiterentwickelt zu haben scheint. Dass es Kalembas Auffassung zufolge „aktuell von uns aus wenig Schlagzeilenträchtiges“ zu berichten gibt, liegt aber vor allem an dem noch immer vagen Tabellenbild in der bayerischen Amateur-Eliteklasse.