SpVgg Weißenstadt Eine Meisterschaft mit Ansage

Maik Schneider

Das Frauenteam der SpVgg Weißenstadt holt in der Fußball-Bezirksliga den ­Titel und steigt auf. Trainer Ottavio Saponaro gibt schon ambitionierte Ziele für die neue Saison aus.

Die obligatorische Bierdusche durfte nicht fehlen: Als am Samstag die Saison in der Fußball-Bezirksliga der Frauen für die SpVgg Weißenstadt nach einem klaren 4:0 Heimsieg gegen die SG Oberpreuschwitz/Weidenberg abgepfiffen wurde, fing erst die große Party an – und Trainer Ottavio Saponaro wurde von seinen Spielerinnen nass gemacht. Und das völlig zurecht, denn die Weißenstädterinnen beendeten die erfolgreichste Saison in der Geschichte der Frauenmannschaft, ein mehr als erfolgreiches Ende. Für die Mädels um Trainer Ottavio Saponaro war es ein Meistertitel mit Ansage.

Schon der Weg aus der Kreisklasse in die Bezirksliga war beeindruckend. Und es ging erfolgreich in dieser Saison weiter: Mit Trainer Andreas Westernacher zeigten die schwarz-weißen Frauen eine starke erste Saisonhälfte, in der nur die Niederlage gegen den TSV Arzberg-Röthenbach einen kleinen Flecken auf der so sauberen Weste mit sich brachte. Doch mit einem Sieg im letzten Spiel des Kalenderjahres bot die SpVgg einen erfolgreichen Abschluss des Jahres 2021. Dass sich im Winter die Wege der SpVgg Weißenstadt und des Trainers Andreas Westernacher trennten, tat dem erfolgreichen Verlauf der Saison jedoch keinen Abschwung. Mit der Verpflichtung von Ottavio Saponaro, der nach einem kurzen Intermezzo im Herrenbereich auf eine erfolgreiche Arbeit mit Damenmannschaften zurückblicken konnte, hatte der Verein ein goldenes Händchen bewiesen. Das Ziel der Mannschaft, des Vereins und eben des neuen Übungsleiters deckten dich in nahezu allen Bereichen: „Wir hatten die Ansage gemacht, aufsteigen zu wollen und haben dafür auch alles gegeben“, sagt Saponaro. Das Team habe „viel Kraft investiert, viele Trainingseinheiten bei Wind und Wetter absolviert, um unser Ziel zu erreichen“.

Besonders im Fokus standen die beiden Partien gegen den TSV Plankenfeld, den Aufsteiger aus der Kreisliga und härtesten Verfolger im Kampf um den Meistertitel. Nachdem auch die Revanche gegen den TSV Arzberg-Röthenbach geglückt war, hatte im Verein niemand mehr einen Zweifel am Triumph der Saponaro-Mädels. „Für den Verein ist es auch richtig schön, dass wir nun mit den Frauen in der Bezirksoberliga spielen werden“, sagt ein begeisterter Ottavio Saponaro. Mit 19 Siegen aus 20 Spielen und dem überragenden Torverhältnis von 93:8 stehen die Weißenstädterinnen zurecht an der Tabellenspitze und wollen auch in der kommenden Saison ein kräftiges Wörtchen in der neuen Liga mitreden.

Eröffnungsspiel zum Start

Der Trainer kennt die Liga – allein schon durch seine Arbeit beim FC Eintracht Münchberg – noch bestens, stellt jedoch zunächst klar: „Oberstes Ziel ist natürlich der Klassenerhalt. Aber ich weiß, wie meine Mannschaft spielt, weshalb ein Platz unter den ersten fünf möglich ist. Wenn natürlich noch etwas mehr dabei rausspringt, wäre ich nicht böse.“ Nun stehen aber erst einmal die Feierlichkeiten des Titelträgers auf dem Programm. Der Startschuss fiel direkt nach Abpfiff der letzten Partie gegen die SG Oberpreuschwitz/Weidenberg und ging bis spät in die Nacht. In den nächsten drei bis vier Wochen Pause, steht die Regeneration im Vordergrund – ehe Saponaro zum Trainingsauftakt ruft. Bereits fest eingeplant ist das Eröffnungsspiel der neuen Saison am Freitag, 26. August, wenn die SpVgg Weißenstadt die SpVgg Bayreuth zum ersten Bezirksoberliga-Spiel der Vereinsgeschichte empfängt.

 

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