Stadt Hof kritisiert Wüste Zustände auf dem Areal der „Schaustelle“

red

Die Stadtverwaltung erhebt gegen den Generalunternehmer Spantech heftige Vorwürfe: Dieser hätte das Baufeld wieder instandsetzen müssen.

Die Pflasterung auf dem Parkplatz ist vielfach beschädigt Foto: Stadt Hof

Hof - Mit deutlichen und kritischen Worten äußert sich die Hofer Stadtverwaltung in einer Mitteilung zum Zustand des Areals der ehemaligen „Schaustelle“ am Theater. Die Leichtbauhalle ist abgebaut; die als Generalunternehmer beauftragte Firma Spantech habe sich offenkundig „von der Baustelle verabschiedet und ein für jeden sichtbar wüstes Feld hinterlassen“. Die Stadt habe das völlig ungesichert hinterlassene Gelände nun durch Bauzäune abgesperrt, um Unfälle – durch das unebene Gelände und zurückgelassene Teile wie Metallstücke und Schrauben – zu vermeiden. „Aufforderungen und Fristsetzungen führen – wie schon in der Bauphase – nicht dazu, dass die Firma tätig wird“, bemängelt die Stadt Hof. Im vertraglich vereinbarten Leistungsverzeichnis sei die Wiederinstandsetzung des Baufeldes festgeschrieben. „Diese Leistung wurde wie viele weitere nicht erbracht.“ Die Stadt beziehungsweise der Theaterzweckverband müssten in Ersatzvornahme, also in Vorleistung gehen.

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Wegen der breiten Baumodule für die Halle „und die rücksichtslose Art der Bauarbeiten“ sei auch der Parkplatz erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden, erklärt die Stadt weiter. „Er kann nicht gefahrlos genutzt werden und steht deshalb bis zur Instandsetzung nicht zur Verfügung.“ Die Pflasterung des gesamten Parkplatzes sei „zu einer einzigen Stolperfalle geworden“. Außerdem seien die Grünflächen wieder herzustellen, Bänke und Radabstellplätze zu montieren und das Stahlobjekt von Alf Lechner wieder aufzurichten. Da aber für die Ersatzvornahmen Fristen und Ausschreibungskriterien einzuhalten sind, könne die Stadt die Aufträge nicht sofort vergeben. „Die Gäste des Theaters und der weiteren Kultureinrichtungen dort werden wohl noch einige Zeit mit diesem misslichen Zustand zurechtkommen müssen. Theater und Stadtverwaltung bitten um Verständnis für die unschöne Situation.“

Die Firma Spantech hat inzwischen Klage eingereicht, um die vom Zweckverband nicht gezahlten Abschlagszahlungen und angebliche Nachträge zu erlangen. Ein Anwalt erarbeitet in Abstimmung mit dem Theater, dem Bauamt und dem Kulturamt die Erwiderung. red