Stadt Schönwald Schützenstraße auf links gedreht

Die Schützenstraße in Schönwald wurde nach gut einjähriger Bauzeit wieder für den Verkehr freigegeben. Im Bild (von links) die Stadträte Stefan Magdt und Markus Korlek, Polier Felix Feachel von der Firma Hoch- und Tiefbau Reichenbach, zweiter Bürgermeister Rudolf Stich, Bürgermeister Klaus Jaschke, Bereichsleiter Thomas Schmidt von der Baufirma, Geschäftsführer Richard Steppan von der Planungsgruppe Steppan, Philip Wagner vom Staatlichen Bauamt Bayreuth und Martin Wäger, Baumamtsleiter der Stadt Schönwald. Foto:  

Die komplette Erneuerung der Straße lässt sich die Stadt 1,65 Millionen Euro kosten. Die Umleitung wird nun nach der Bauabnahme aufgehoben.

Schönwald - Endlich wieder freie Fahrt in der Schützenstraße in Schönwald! Die komplette Erneuerung des innerörtlichen Abschnitts der Staatsstraße 2454 war das aktuelle Mammutprojekt der Stadt. Nach einer Bauzeit von etwa einem Jahr ist die Straße nun wieder für den Verkehr freigegeben worden.

„Eine Hausnummer!“

„Diese Baumaßnahme war eine Hausnummer! Alle Arbeiten wurden von den beteiligten Firmen in guter Qualität durchgeführt, und das Ergebnis kann sich sehen lassen“, lobte Bürgermeister Klaus Jaschke bei der Bauabnahme. Sein Dank galt den zuständigen Behörden und den beteiligten Firmen. Die Baukosten betrugen brutto etwa 1,65 Millionen Euro, ohne Deponie-Einlagerungskosten. Die Erneuerung der Gehwege förderte der Freistaat Bayern, die der Fahrbahn das Staatliche Bauamt Bayreuth. Nicht nur der Zustand des Belages, sondern vor allem die Infrastruktur unterhalb der Straße hätten nach zwei Wasserrohrbrüchen die Baumaßnahme dringend erforderlich gemacht, erläuterte Jaschke.

Die Baulänge der Schützenstraße betrug 615 Meter. Dazu kamen 1060 Meter für die beidseitigen Gehwege. Die erneuerte Gesamtfläche beläuft sich auf 6300 Quadratmeter. 570 Meter Mischwasserkanal und 620 Meter Trinkwasserleitung wurden unter der Straße neu angelegt. Teilweise wurden die Gasleitung und Stromkabel durch die ESM mitverlegt. Dazu kamen begleitende Maßnahmen. So wurde die Straßenbeleuchtung mit LED-Leuchten bis zum Ortsausgang erweitert. Der Fußweg vor der Schule verläuft nun innerhalb der Einfassungsmauer und somit weiter entfernt von der Straße. „Dies ist eine Aufwertung und bietet nicht nur für die Schüler mehr Sicherheit“, führte Jaschke aus.

Entwässerung verbessert

Das Gehwegpflaster besteht aus Beton mit Natursteinvorsatz und gleicht sich an das einheitliche Gehwegebild in der Stadt an. Im Bereich des Gewerbegebiets wurde Asphalt verwendet. Stabgitterzäune schützen nun die Sportflächen der Schule und den Pumptrack. Durch Gefälle-Anpassungen und zusätzliche Sinkkästen wurde auch die Straßenentwässerung verbessert. Die Sanierung der Mauer bei der Schule und die Erneuerung der Asphaltschicht am Dötsch-Werner-Platz rundeten das umfangreiche Bauprojekt ab.

Stand der Technik

„Die Straße wurde auf links gedreht und komplett neu wiederhergestellt“, merkte Baurat Philip Wagner vom Staatlichen Bauamt Bayreuth an. Der zuständige Abteilungsleiter für den Straßenbau im Landkreis Wunsiedel bestätigte, dass ein wichtiger Straßenabschnitt in Schönwald auf den aktuellen Stand der Technik gebracht worden sei. Geschäftsführer Richard Steppan von der Planungsgruppe in Waldsassen, die für die Vorarbeiten und die Bauüberwachung verantwortlich zeichnet, hob die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und der Baufirma hervor. Thomas Schmidt, Bereichsleiter der Firma Hoch- und Tiefbau Reichenbach/Vogtland, unterstrich, dass die wöchentlichen Gespräche beim Jour fixe mit der Stadt sehr hilfreich bei der Umsetzung der Baumaßnahme gewesen seien und die Baufirma ein sehenswertes Objekt abgeliefert habe. „Was abgestimmt wurde, ist meistens so durchgeführt worden“, so Jaschke.

Der Bürgermeister vergaß auch nicht, dem gesamten Stadtrat für die Unterstützung bei diesem Bauvorhaben zu danken. Sein besonderes Lob galt aber den Anwohnern, auch an der Umleitungsstrecke, für ihre Geduld während der Bauphase. Jaschke: „Es gab kaum größere Probleme, die nicht in Gesprächen gelöst werden konnten.“

 

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