Stadt und Landkreis Hof Dramatische Personalnot im Gastgewerbe

red

In Hof hat jeder vierte Beschäftigte das Gastgewerbe im Corona-Jahr verlassen. Im Landkreis waren es 13 Prozent. Für eine Trendumkehr brauche es bessere Arbeitsbedingungen in Hotels und Gaststätten, fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten.

Das Gastgewerbe in Stadt und Landkreis leidet unter massiver Personalnot. Foto: NGG

Hof - Supermarktkasse statt Biertheke: Im Zuge der Corona-Pandemie haben Hotels und Gaststätten in Stadt und Landkreis Hof einen erheblichen Teil ihres Personals verloren. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) unter Verweis auf neueste Zahlen der Arbeitsagentur mit.

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Demnach beschäftigte das Hotel- und Gaststättengewerbe im Landkreis Hof zum Jahreswechsel 1120 Menschen. Genau ein Jahr zuvor – vor Ausbruch der Coronavirus-Pandemie – waren es noch 1288. Damit haben innerhalb von zwölf Monaten 13 Prozent der Beschäftigten die Branche verlassen. In der Stadt Hof war die Entwicklung noch dramatischer: Hier waren zum Jahreswechsel 775 Köche, Hotelangestellte oder Servicekräfte in der Branche beschäftigt, ein Jahr zuvor waren es noch 1028 – also 25 Prozent mehr.

Angesichts weiterer Lockdowns bis in den Mai hinein dürfte sich der Personal-Schwund noch zugespitzt haben, befürchtet Michael Grundl, Geschäftsführer der NGG-Region Oberfranken. Ausgerechnet in der Sommersaison fehle nun Betrieben das Personal. Verantwortlich für das Problem seien Einkommenseinbußen durch Kurzarbeit, weshalb viele Beschäftigte sich sich beruflich umorientiert hätten. Viele Probleme hätten schon vor Corona bestanden – etwa die geringe Bezahlung und ungeregelte Arbeitszeiten. Nötig sei jetzt, die Branche durch Tarifverträge attraktiver zu machen. red