Stadt und Landkreis Hof ÖPNV-Grenzen sollen fallen

red

Stadt und Landkreis Hof wollen künftig enger zusammenarbeiten, um den Menschen einen besseren Nahverkehr anzubieten. Eine Wegmarke soll ein Gutachten sein, das nun auf den Weg gebracht wird.

Da wollen Stadt und Landkreis Hof hinein: in den VGN. Foto: dpa/Daniel Karmann

In nichtöffentlichen Beratungen des Kreisausschusses hat sich das Gremium mit der Zusammenarbeit mit den Verkehrsplanern der Stadt Hof zur Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in der Region beschäftigt. Mehrheitlich haben die Mitglieder des Kreisausschusses und des Umweltausschusses in der Sitzung beschlossen, zusammen mit den Verantwortlichen der Stadt Hof ein ÖPNV-Gutachten zu erarbeiten. Das Gremium beauftragte in diesem Zusammenhang Landrat Oliver Bär, eine Vereinbarung zum Preis von bis zu 40 000 Euro und einem Kostenanteil des Landkreises von maximal 23 500 Euro zu schließen.

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„Es geht um die gemeinsame Herausforderung von Stadt und Landkreis Hof, für alle Bürger ein attraktives Mobilitätsangebot umzusetzen“, erinnerte Landrat Bär an getrennt organisierte ÖPNV-Netze. Als verbindendes Element bezeichnete er den Schienenverkehr. Nach der geplanten Anbindung von Stadt und Landkreis Hof an den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) soll ab Januar 2024 eine einheitliche Tarifstruktur in der Region eingeführt werden. Vor diesem Hintergrund sollen die Fahrbahnangebote von Stadt und Landkreis untersucht werden, um einen integrierten optimierten Busverkehr zu entwickeln, der entweder zum gleichen Preis ein besseres Angebot für Fahrgäste bietet oder für Nutzer günstiger wird. „Damit sollen auch die starren Grenzen zwischen dem Busverkehr des Landkreises und dem der Stadt zur Disposition stehen“, erläuterte Michael Stumpf, Verkehrsplaner des Landkreises. Er beziffere die zu erwartenden Kosten, die zwischen Stadt und Landkreis Hof entstehen und zur Hälfte im Verhältnis zu den Einwohnerzahlen aufgeteilt werden sollen für ein aussagekräftiges ÖPNV-Gutachten auf etwa 40 000 Euro. Zum Ende des vergangenen Jahres lebten in der Stadt Hof 45 125 Bürger, im Landkreis waren es 99 807.

Wie aus der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses berichtet beschäftigt sich der Landkreis Hof zurzeit intensiv mit dem Ausbau eines leistungsfähigen Systems im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Michael Stumpf, Verkehrsplaner des Landkreises, berichtete in der Sitzung über aktuelle Entwicklungen wie die Ausweitung des Hofer Landbus auf den Frankenwald sowie den Aktivitäten, zusammen mit den Verkehrsplanern der Stadt eine gemeinsame ÖPNV-Strategie zu entwickeln.