Stadt und Landkreis Hof So viele Allradler und Cabrios gibt es

teb/zds

Besonders die Zahl der Allradler ist auch in der Region wieder gestiegen. Wie viele SUV es allerdings gibt, ist gar nicht so leicht zu ermitteln.

Wie viele SUV gibt es hier? Zahlen aus der Statistik helfen weiter. Foto: dpa-tmn/Dieter Rebmann

Allradantrieb ist beliebt und nicht nur SUV vorbehalten. Deutschland kommt weiter zunehmend auf allen vieren daher, wie die neueste Pkw-Bestandsanalyse des Kraftfahrt-Bundesamtes ergibt: Bundesweit lag die Zahl der Allrad-Fahrzeuge Anfang 2023 bei 6,48 Millionen Autos. Davon waren in Stadt und Landkreis Hof exakt 13 185 beheimatet. Das sind 360 mehr als im Vorjahr. Bei den Allradlern kommen damit in Hof rund zwölf Fahrzeuge auf 1000 hier zugelassene Pkw, im Landkreis kommen 15 auf 1000 Fahrzeuge.

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Die Zahl der Menschen, die das Dach wegklappen können, um Sonnentage oben ohne zu genießen, ist geringer: bundesweit 2,21 Millionen. In Stadt und Landkreis Hof waren zum Zeitpunkt der Bestandsanalyse 3490 Sonnenhungrige mit Cabrio registriert. Das sind 47 mehr als 2022. Cabrios gibt es in der damit 36 pro 1000 Pkw, im Landkreis 39. Die beiden Werte reichen im bundesweiten Vergleich zu Platz 223 in der Allradler-Liga für die Stadt und 73 für den Landkreis sowie zu Platz 304 in der Cabrio-Bundesliga für die Stadt und 288 für den Landkreis unter 399 Städten und Kreisen. Die Spitzenplätze besetzen bayerische Landkreise: Im Kreis Starnberg gibt es mit rund 87 pro 1000 Pkw die meisten Cabrios. Bei den Allradlern führt der Kreis Miesbach mit 29 Allradlern pro 1000 Pkw die Bundesliga an.

Die meisten Allradler sind SUV, frei übersetzt „sportliche Vielseitigkeitsvehikel“. Aber nicht alle: Manche fallen in die Gruppe der echten Geländewagen. Aber auch Cabrios, Sportwagen oder Hochgeschwindigkeitslimousinen und -kombis kommen mit Allrad-Antrieb daher. Und bei E-Autos sind vier angetriebene Räder auch Usus. Wobei sich der Kreis zum SUV schließt, weil diese die nachgefragteste Fahrzeugklasse sind. Langer Rede kurzer Sinn: Den SUV-Bestand, der sich ja besonderer Kritik in der Klimadebatte erfreut, in präzise Zahlen zu fassen, geht nur näherungsweise. Das Kraftfahrt-Bundesamt erfasst diese Fahrzeuge zwar in der Neuzulassungsstatistik nach Klassen, in der Bestandsstatistik wird alles mit vier angetriebenen Rädern unter der Rubrik Allrad geführt. Das führt zu Unschärfen. Zumal nicht mal jedes SUV Allradantrieb hat. Auf der lokalen Ebene werden also alle Allradler in einen Statistiktopf geworfen. Das vorausgesetzt, lässt sich der aktuellen Bestandsanalyse des Kraftfahrt-Bundesamtes Folgendes entnehmen: In der Stadt Hof stieg die Zahl allradgetriebener Autos vom Jahr 2022 auf 2023 um 173 oder 5,57 Prozent auf 3278, im Landkreis um 187 oder 1,92 Prozent auf 9907. Zum Vergleich: Im Bund stieg der Bestand der Allradler um 258 154 oder 4,15 Prozent auf rund 6,48 Millionen. Nehmen wir alle lokal zugelassenen Pkw zum Vergleich, dann liegt der Allradler-Anteil bei uns aktuell bei 12,53 Prozent in der Stadt und 15,39 Prozent im Landkreis. Er ist also trotz seines hohen Anteils bei den Neuwagen im Bestand noch eine kleine Minderheit.

Ein Cabrio als Neuwagenkauf kommt deutlich seltener vor als der Erwerb eines anderen Pkw-Typs: Allerdings ist das dann auch eher eine Anschaffung fürs Leben. Die Bestandsentwicklung sieht so aus: Die Zahl der Cabrios in Hof stieg im Vergleichszeitraum um 1,06 Prozent oder zehn Fahrzeuge (Anteil am Bestand: 3,65 Prozent). Die Zahl der Cabrios im Kreis Hof stieg im Vergleichszeitraum um 1,48 Prozent oder 37 Fahrzeuge (Anteil am Bestand: 3,94 Prozent). Bundesweit nahmen die Cabrios um 13.397 Exemplare oder 0,60 Prozent, auf jetzt 2,21 Millionen Fahrzeuge ab.

Ob damit ein Trend eingeleitet wurde, wird sich nächstes Jahr zeigen. Im Moment kann’s auch schlicht daran liegen, dass die Hersteller die knappen Chips in anderen Fahrzeug-Typen verbaut haben.