Stadt Wunsiedel Empfang mit einem Hauch Magie

Bürgermeister Nicolas Lahovnik nahm sich Zeit für Gespräche. Foto: Christian Schilling

Die Stadt Wunsiedel begrüßt die Neubürger der vergangenen drei Jahre. Erstmals ist das Luisenburg-Theater der Treff für einen intensiven Austausch.

Der letzte Neubürgertag ist vor drei Jahren im April 2019 gewesen. Seitdem sind 698 Personen in die Festspiel- und Energiestadt gezogen. Die hohe Anzahl war ein Grund, die offizielle Begrüßung in das Theater zu verlegen, gekommen sind schließlich über 50 Frauen, Männer und Kinder, um von Bürgermeister Nicolas Lahovnik über ihren neuen Heimatort informiert zu werden. Als Überraschung gab es zwei Szenen aus dem aktuellen Programm der Luisenburgfestspiele, anschließend blieb bei von Stadträten gebackenen Kuchen und Kaffee Zeit, sich mit den Entscheidungsträgern Wunsiedels zu unterhalten.

„Auch für mich als Bürgermeister ist es der erste Neubürgertag“, sagte das Stadtoberhaupt und begrüßte neben „seinen“ neuen Einwohnern auch die Stadträte Peter Oberle, Aaron Grimm, Wilfried Kukla, Roland Schöffel, Manuela und Michael Menkhoff sowie zweiten Bürgermeister Manfred Söllner und Generationenbürgermeisterin Carolin Kammerer. „Dass so viele Stadträte gekommen sind, zeigt deren Wunsch, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen“, betonte Lahovnik. Und dies bei einem „besonderen Event“, bei dem man exklusiv und privat im Zuschauerraum sitzen und zwei Kostproben aus „Amadeus“ und „Der Sturm“ sehen könne. In Zukunft dürften die Neubürger quasi auch bei der Spielplangestaltung mitwirken, denn die Luisenburg-Festspiele seien ein Bürgertheater, das sich aus der Bürgerschaft heraus entwickelt habe.

Stabiler Gaspreis

Vor dem Hintergrund der drohenden Energiekrise zeigte der Rathauschef die Vorzüge von Wunsiedel auf. Aufgebaut von „starken Stadtwerken“ habe die Stadt einen Weg gefunden, sich dezentral und klimaneutral zu versorgen. Daher sei man nicht von Energieriesen abhängig. Der Gaspreis sei bis Ende des nächsten Jahres für Kunden der SWW stabil. Kommunale Gebäude und Hallen würden mit Pellets aus eigener Herstellung im Energiepark geheizt. Daher habe der Stadtrat beschlossen, auch den Betrieb der neuen Lehrschwimmhalle weiterlaufen zu lassen, um Kindern weiterhin das Schwimmen beibringen zu können. Der Wunsiedler Weg sei weltweit anerkannt, viel Lob habe es dafür von der Firma Siemens gegeben. „Das macht auch stolz“, sagte Lahovnik.

Auch der interkommunale Gewerbepark sei eine Fortsetzung des Wunsiedler Wegs und eine Möglichkeit, neue Arbeitsplätze zu schaffen. „Wir freuen uns über jeden Neubürger“, erklärte Lahovnik und gab einen kurzen Abriss über Schulen, Kindergärten und Freizeitmöglichkeiten. Bei Letzterem habe die Stadt erst vor Kurzem den Förderbescheid erhalten, um das Areal um den Eisweiher herrichten zu können. Sowohl Investoren als auch private Haushalte seien derzeit besonders auf dem Marktplatz, aber auch in weiteren Gebieten der Kernstadt dabei, alte Häuser zu sanieren. „Dieser Gemeinsinn aus der Historie heraus macht Wunsiedel aus, herzlich willkommen!“, endete Lahovnik und lud zu Gesprächen bei Kaffee und Kuchen.

Bundesweite Ausstrahlung

Christof Kaldonek, zuständig für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, hieß die Besucher im Namen der künstlerischen Leitung Birgit Simmler willkommen. Die Festspiele auf der Luisenburg seien Bürgerfestspiele mit einer 130 Jahre langen Tradition. Das Niveau der Spezialisten für Musicals habe eine bundesweite Ausstrahlung. Gezeigt würden aber auch Eigenproduktionen, alle Stücke seien auf die Felsenbühne zugeschnitten. „Heuer stehen die Stücke auf der Felsenbühne unter dem Motto magische, fremde Welten“, erklärte Kaldonek. Einen eindrucksvollen Vorgeschmack boten dementsprechend auch Teile des Ensembles mit zwei Ausschnitten und standen anschließend beim Empfang im Foyer im Eingangsbereich des Theaters ebenfalls Rede und Antwort.

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