Stadtentwicklung Schulen starten Ideen-Contest

Jan Werner
Wie sieht das Schulhaus der Zukunft aus? Foto: /Jan Werner

Bei „Smart City“ stellen sich Jugendliche wichtigen Zukunftsfragen. Ihr Blick geht mehr als 25 Jahre voraus.

Wer könnte motivierter sein, die Zukunft aktiv mitplanen zu wollen, als diejenigen, die in dieser Zukunft später leben müssen? Beim Projekt „Smart City – Zukunft mitgestalten“ liegt der Fokus auf Visionen zur Stadtentwicklung. An zwei Tagen fand nun an der Hochschule Hof der Abschluss von Smart City im Rahmen eines Workshop- und eines Präsentationstages statt. Unter den vier teilnehmenden Schulen wurden vier Themenfelder des übergeordneten Begriffs „Smart City“ verteilt.

Smart School: Die Rehauer Realschüler beschäftigten sich mit dem Unterpunkt „Smart School“. So erläutert Lukas aus der neunten Klasse auf einer Schautafel: „Möbel, Kantine und digitale Wände haben wir in unserer Vorstellung für das Jahr 2050 weitergedacht.“

Smart Work und Smart Energy: Die Nailaer Realschüler sind ins Thema „Smart Work“ eingestiegen, während die Münchberger Gymnasiasten sich praxisnah mit „Smart Energy“ auseinandergesetzt haben. Paula vom Gymnasium Münchberg erzählt, wie zeitintensiv die Arbeit in ihrer freiwilligen AG gewesen ist: „Ausschlaggebend für unsere Teilnahme war, dass wir für unsere Schule eine Photovoltaikanlage beantragen wollten. Dabei sind wir auf große bürokratische Hürden gestoßen – so haben wir in diesem Projekt eine neue Chance zur Realisierung gesehen.“ Für Paula und ihre Mitschüler stand der Umwelt- und Sozialaspekt im Fokus und weniger das Interesse, später eine naturwissenschaftliche Karriere zu starten.

Smart Living: Für das Strauß-Areal in Hof gibt es bekanntlich neue Pläne. Davon haben sich die Hofer Elft- und Zwölftklässler vom Schiller-Gymnasium bei ihrer Präsentation zu „Smart Living“ nicht verunsichern lassen. „Klar waren wir etwas überrumpelt, weil wir unsere Ideen auf Basis der Hof-Galerie-Planung veranschaulicht haben, aber unser Konzept ist mit Sicherheit auch in die neuen Pläne integrierbar“, erläutert Pauline. „Bei uns war ,Smart City’ wesentlicher Bestandteil des Fachs Wirtschaftsinformatik“, erklären Tizian und Pauline. „Wir wollten Einblicke in technische Berufe bekommen.“ Zusätzlich motiviert habe sie auch, viel fachliches Know-how mitzunehmen.

Ideensammlung: Die Ideen, die aus dem Projekt hervorgegangen sind, decken einige drängende Zukunftsfragen ab. Unter anderem ist dabei ein Bild des Schulgebäudes der Zukunft skizziert worden. Sowohl großflächige Photovoltaikanlagen als auch Wasserstoff- und dezentrale Energieversorgung sollen in einigen Jahren Standard sein. Des Weiteren haben sich einige Schüler ein Belohnungssystem ausgedacht, bei dem parkende Autos ihre überschüssige Energie ins Netz einspeisen sollen. Sogar den Namen für diese virtuelle Belohnung hat man sich schon überlegt: „Hof-Coin“.

Selbst komplizierter wissenschaftlicher Sachverhalte und Techniken haben sich die angehenden Naturwissenschaftler mit viel Neugier angenommen. Die Projektarbeit hat auf jeden Fall eines erreicht: Technische Berufe und Ausbildungswege sind den Schülerinnen und Schülern nun wesentlich vertrauter.

 

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