Pascal Najuch hat immer noch zwei Halbtagsjobs. Zur einen Hälfte ist er Stadtjugendpfleger, zur anderen Geschäftsführer des Stadtjugendrings – und gerade letztgenannter Teil seines Arbeitsalltags beansprucht ihn jedes Jahr mehr. Denn da ist er mittlerweile Chef von 18 Angestellten – die viele Ehrenamtler nicht mitgerechnet. Für Najuch kein Grund, zu klagen, stattdessen weist er auf andere eindrucksvolle Zahlen hin: Der Stadtjugendring Hof ist mit Abstand der größte in ganz Oberfranken, ist selbst größer als der Bezirksjugendring. Woran das liegt? Am großen Bedarf. Denn während der Verdacht eines aufgeblähten Verwaltungswasserkopfes bei Najuchs 19,5-Stunden-Stelle wirklich nicht aufkommen kann, rückt nun einmal mehr die Frage in den Vordergrund, welche Entwicklung hinter den starken Anstiegen steckt. Und die, wie die Stadt Hof sich des berühmten sozialen Präventionsparadoxons erwehren kann.