Stadtmeisterschaft Münchberg Eisstockschießen für den guten Zweck

In Münchberg treten am Samstag, 31. Januar, 40 Teams zur Stadtmeisterschaft an. Der Erlös geht an „Hilfe für Nachbarn“.

Die beiden Naturfreunde Hans-Karl Ruckdeschel (links) und Gerhard Popp präsentieren den neuen Wanderpokal, den man beim Eisstockschießen gewinnen kann, aber auch das Sparschwein für Spenden an „Hilfe für Nachbarn“. Foto: Claudia Sebert

Münchberg hat seit zwei Jahren eine besondere Attraktion in der Innenstadt: eine Eisbahn, die unabhängig von den Außentemperaturen funktioniert. Kunststoffplatten garantieren den Kufenspaß. Warum nicht auch fürs Eisstockschießen? Diese Idee kam den Münchberger Naturfreunden schon vor einem Jahr: 2025 gab es die erster Münchberger Eisstock-Stadtmeisterschaft auf der Eisbahn. Und weil die so ein Erfolg war, lädt der Verein am Samstag, 31. Januar, zur zweiten Auflage. Die 40 Startplätze sind zwar schon seit Mitte Januar ausgebucht, trotzdem wünschen sich Vorsitzender Gerhard Popp und Hauptorganisator Hans-Karl Ruckdeschel, dass viele Besucher kommen. Denn das Geld, das der Verein an diesem Tag einnimmt, geht an die Aktion „Hilfe für Nachbarn“.

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Angemeldet haben sich 40 verschiedene Vereine, Organisationen und Parteien aus Münchberg, insgesamt sind es 120 Teilnehmer, die am Samstag auf der Eisbahn gegeneinander antreten – drei pro Team. Für die Naturfreunde wird es ein langer Tag. Mit Aufbau und Abbau werden sie von 9 bis 19 Uhr in Schichten im Einsatz sein, schätzt Popp. Er freut sich, 30 Helfer gefunden zu haben. Sie übernehmen unter anderem auch die Bewirtung mit Bratwürsten und Heißgetränken wie Glühwein, Bier, Softgetränken und Zirbenlikör.

Menschen in Not

Den Erlös aus dem Verkauf sowie die Einnahmen aus dem Startgebühr wollen die Naturfreunde spenden. Im vergangenen Jahr ging das Geld an das Münchberger Kinderheim, heuer an „Hilfe für Nachbarn“. „Wir wollen damit Menschen aus der Region helfen, die in Not geraten sind“, erklärt Popp. Der Verein „Hilfe für Nachbarn“ ist eine Gemeinschaftsaktion von Frankenpost und Sparkasse Hochfranken, die es seit 25 Jahren gibt. Popp wird ein rotes Sparschwein aufstellen, damit die Zuschauer Spenden einwerfen können.

Los geht die Stadtmeisterschaft um 10 Uhr, und Popp rechnet damit, dass gegen 17 Uhr das spannende Finale ausgetragen wird. Das Ende ist für 18 Uhr geplant. Die 40 Teams spielen in zwei Gruppen, weshalb man die Eisbahn teilt. Es werden immer vier Mannschaft auf der Fläche sein, plus Schiedsrichter. Jede Runde dauert zirka zwanzig Minuten.

Neuer Wanderpokal

Das Sieger-Team darf sich heuer über einen besonderen Pokal freuen: Eine neu gestaltete Wandertrophäe, die der Münchberger Holzkünstler Andi Schnurrer entworfen hat und sponsert. Sie zeigt einen Eisstock auf einem Metallstück, das Hans-Karl Ruckdeschel gefertigt hat. Schnurrer hat für den Eisstock drei verschiedene Holzsorten verwendet: Goldregen, Eiche und Linde, die Linde stand einst im Biergarten des TVM. „Das Ganze ist wirklich ein Hingucker“, findet Popp. Das Unikat wird das Siegerteam bis zur nächsten Stadtmeisterschaft behalten dürfen. Die Idee dafür ist – wie er sagt – gemeinsam am Kachelofen entstanden. „Wir wollten die schöne Eisbahn nutzen und in Szene setzen.“ Der neue Standort am Götz-Areal eignet sich seiner Meinung nach noch besser für die Meisterschaft. Dort will man auch eine Feuertonne anzünden, damit die Zuschauer nicht frieren. Die Eisstöcke gehören den Naturfreunden. Zum Großteil hatten sie diese schon viele Jahre, bevor Münchberg überhaupt an die Kunsteisbahn dachte.Die „alte Garde“ der Naturfreunde hat laut Popp schon in den 70er Jahren auf dem Teich in der Zigeunermühle das Eisstockschießen gepflegt. „Einfach wegen der Gaudi“, sagt er. Und die soll auch am Samstag im Vordergrund stehen.

Idee entstand am Kachelofen

Verdienen will der Verein mit der Stadtmeisterschaft nichts, sondern nur seine Unkosten decken. Alles, was er darüber hinaus einnimmt, geht heuer an „Hilfe für Nachbarn“. „Das ist uns ein Anliegen“, sagt Gerhard Popp und hofft auf viele Besucher.