Stadtrat Hohenberg Preis für Camper bleibt gleich

Christian Paulus sprach sich für eine Erhöhung der Gebühren aus. Foto: pr.

Die Stadt Hohenberg erhöht die Gebühren für den Wohnmobilstellplatz nicht. Erst will sie das Angebot anpassen.

Hohenberg - Die Stadt Hohenberg hat mit einer Gegenstimme beschlossen, die Gebührensatzung für den Wohnmobilstellplatz vorerst nicht anzupassen. Anders ausgedrückt: Auch im nächsten Jahr kostet ein Stellplatz pro Tag und Fahrzeug acht Euro. Der Stadtrat revidiert damit einen Beschluss vom September 2020, wonach ab 2022 zehn Euro und ab 2023 zwölf Euro berechnet werden sollten. 2020 betrugen die Einnahmen durch den Münzautomat auf dem Wohnmobilstellplatz 7126 Euro, in diesem Jahr sind bereits 8170 Euro überschritten.

2000 Euro Mehreinnahmen

Klaus Hoffmann (SPD) war der Meinung, die Gebührenerhöhung solle um ein Jahr verschieben werden. „Wir haben nichts vorzuweisen, was einen höheren Preis rechtfertigen würde“, sagte er. Im Vergleich mit den Wohnmobilstellplätzen in den Nachbarkommunen sei der Hohenberger bereits jetzt der teuerste. „Alle Camper finden den Platz schön“, sagte Klaus Hoffmann. „Viele wünschen sich eine Waschmaschine. Wenn wir die nächstes Jahr anschaffen würden, hätten wir auch einen Grund, die Preise anzuheben.“ Annette Rößler pflichtete bei: Die Gebühren die nächsten Jahre um jeweils zwei Euro zu erhöhen, mache einen schlechten Eindruck. „Lieber ein paar Camper mehr, die dann halt ein bisschen weniger zahlen“, sagte sie. Bürgermeister Jürgen Hoffmann stieß ins gleiche Horn: Die Camper seien eng vernetzt, Gebührenerhöhungen würden sich rasch rumsprechen. „Da habe ich persönlich ein ungutes Gefühl, und die zwei Euro werden uns nicht ärmer machen“, sagte der Bürgermeister. Dem hielt Christian Paulus (CSU) entgegen, dass es eine kleine Geste in Richtung Haushaltskonsolidierung sei. „Denn die Zitrone ausgequetscht.“ Bei rund 8000 Übernachtungen entspräche die Erhöhung rund 2000 Euro Mehreinnahmen, rechneten er und Florentin Lippert (CSU) vor. Paulus sprach sich für die Preiserhöhung aus, im Gegenzug sollten Waschmaschine und Trockner gleich angeschafft werden. „Außerdem ist es zu überlegen, ob wir in dem Schuppen nicht eine kleine Küche einrichten“, sagte er. Außerdem bat er zu prüfen, ob der Wohnmobilstellplatz in die Wohnungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft Hohenberg eingegliedert werden könne. Das erleichtere Anschaffungen, sagte Christian Paulus.

Überschuss in 2020

Die Wohnungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem Überschuss in Höhe von 17 587 Euro abgeschlossen. Die Umsatzerlöse aus Wohnungsvermietungen betragen rund 246 500 Euro, die Einnahmen aus dem Betrieb der Photovoltaikanlage 64 265 Euro. Wie Bürgermeister Hoffmann sagte, weist die Gesellschaft ein Eigenkapital von minus 643 800 Euro auf. „Unter Berücksichtigung der stillen Reserven durch die Wertsteigerung der mit einem Gesamtaufwand von rund drei Millionen Euro sanierten Gebäude ergibt sich tatsächlich ein deutlich positives Eigenkapital“, sagte er.

Drei Bauanträgen erteilte der Stadtrat das gemeindliche Einvernehmen: der Nutzungsänderung des Anwesens Schirndinger Straße 15 als Ferienhaus, dem Bau eines Tiny-Hauses in der Straße Am Steinberg, und der Errichtung von 22 Fertiggaragen im Langen Weg. Bei Letzterem bat Florentin Lippert Lippert darum, den Bauherrn um eine Verkleidung der Garagenwände zur Straße hin zu bitten.

In der Bürgersprechstunde erkundigte sich Harald Übler nach den Vorbereitungen zur 800-Jahr-Feier. Laut Jürgen Hoffmann stehe schon ein vorläufiger Plan. Demnach soll das Jubiläum eine Woche nach dem Wiesenfest begangen werden. Außerdem plant die Stadt am 4. Dezember wieder einen Weihnachtsmarkt.

Seniorenbeirätin Annette Rößler wies auf das Fichtelbaxi hin, das unter Telefon 09232/80700 geordert werden könne. Sie bat darum, von dem Angebot Gebrauch zu machen.

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