Stadtrat Schönwald Neues Café bei der Grünauermühle

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Die Schönwalder Stadträte freuen sich über die Pläne eines dortigen Hausbesitzers. Das benachbarte Freibad wird in diesem Jahr bereits am späten Vormittag öffnen.

Schönwald - Die Grünauermühle bei Schönwald könnte bald ein noch attraktiveres Ausflugsziel als bisher werden. Denn im Anwesen mit der Hausnummer 1 will dessen Besitzer Hans-Jürgen Kleinlein ein Café mit Terrasse und Anbau einrichten. Der Stadtrat stimmte bei der Sitzung am Donnerstag seinem Bauantrag zu, über den in letzter Instanz das Landratsamt Wunsiedel entscheiden muss. Letzteres hat aber bereits signalisiert, grünes Licht für die Nutzungsänderung zu geben.

„Was Herr Kleinlein bisher angefangen hat, hat Hand und Fuß gehabt“, freute sich Michael Rehwagen, der Vorsitzende der SPD-Fraktion, über die Ergänzung des gastronomischen Angebotes im Stadtbereich. CSU-Kollegin Ursula Tuscher lobte ebenfalls das Engagement, einen neuen Anziehungspunkt in der reizvollen Umgebung der Stadt zu schaffen.

Neue Spielgeräte im Freibad

Vom 8. Juni an – wärmere Temperaturen vorausgesetzt – wird bei der Grünauermühle ohnehin wieder Betrieb herrschen, im städtischen Freibad. Die Eröffnung musste aus technischen Gründen um einen Tag verschoben werden, berichtete Bürgermeister Klaus Jaschke. Bereits eineinhalb Stunden früher als bisher können Wasserratten dann den Sprung in das kühle Nass wagen. Von diesem Jahr an öffnet das Freibad bereits um 11 Uhr statt bisher 12.30 Uhr die Tore – und schließt, wie gewohnt, um 18.30 Uhr.

Nachdem im Vorjahr, auch pandemiebedingt, mit 5300 Besuchern nur gut die Hälfte des bisherigen Durchschnitts erreicht worden ist, hofft das Stadtoberhaupt „auf eine normale Saison“. Kinder dürfen sich auf eine neue Rutsche auf dem Spielplatz freuen. Die Stadt will das gut 3000 Euro teure Spielgerät demnächst aufstellen lassen. Wie in den vergangenen Jahren sucht die Stadt ehrenamtliche Mitarbeiter im Eingangs- und Kassenbereich. Interessenten werden gebeten, sich im Rathaus zu melden. Michael Rehwagen hatte noch eine Anregung zum Freibadgelände: Dort stünden mehrere alte Bäume – und für eine weiter schattigere Zukunft könnten schon jetzt vielleicht vier oder fünf neue gepflanzt werden.

Stadt saniert Wohnungen

Einigen weitere Bauplanungen und -vorhaben stimmte der Stadtrat geschlossen zu: So wird der Bebauungsplan „Östlich der Ascher Straße“ geändert. Hintergrund: Der Eigentümer eines Hauses will dieses aufstocken, was den bisherigen Vorgaben der Planungen widersprechen würde und dem Haus eine „prägnante Lage“ verleihen würde. Da in diesem Bereich noch weitere Grundstücke unbebaut sind, halten es Verwaltung und Stadtrat für nötig, den Bebauungsplan zu ändern. Darin sieht Ursula Tuscher eine „Aufwertung“ des Gebietes. Außerdem sei es zeitgemäß, eher in die Höhe zu bauen anstatt, mehr Fläche zu versiegeln.

In den Wohnungen in der Rehauer Straße 39 lässt die Stadt als Besitzerin Gas-Etagenheizungen und die Eingangstüren zu den Wohnungen erneuern. Die Räte vergaben die Aufträge für die Arbeiten. Der Bauverein kann an der Südstraße acht Garagen bauen lassen, da das Gremium dieses Vorhaben von den Festsetzungen des Bebauungsplanes befreit hat. Bürgermeister Jaschke berichtete über weitere Arbeiten, die das Bauamt der Stadt veranlasst hatte: Die Sandspielbereiche auf den städtischen Spielplätzen sind gesäubert und desinfiziert worden. Derzeit werden hinter der Schulsporthalle in der Schützenstraße bereits vorhandene Spielgeräte wieder aufgestellt: Kletterkombination, Sandkasten, Balancierbalken. Hierfür sieht der städtische Haushalt rund 11 500 Euro vor.

Neues Mehrfamilienhaus in Bahnhofstraße

Die Firmen Kontovski aus Schönwald und Lampert aus Selb werden den ehemaligen Springbrunnen im Bahnhofspark umgestalten und bepflanzen für Gesamtkosten von rund 850 Euro. Ein „Bauanlaufgespräch“ hat laut Klaus Jaschke stattgefunden für die Reparatur und Neuordnung der unterirdisch verlaufenden Leitungen für Wasser und Abwasser im Lindenweg zwischen den Anwesen Nummer 31 bis 39. Der vorhandene Kanal weise einige Verschiebungen auf. Mitte des Jahres sollen die Arbeiten beginnen, deren Kosten auf etwa 80 000 Euro geschätzt werden.

Im kommenden Jahr soll an der Bahnhofstraße ein Mehrfamilienhaus mit 20 Wohnungen entstehen. Diesem Vorhaben der Firma WSH Immobilien hatte der Stadtrat im März zugestimmt. In diesem Jahr wird ein Ingenieurbüro den Abriss der leerstehenden Gebäude auf diesen Grundstücken ausschreiben. An Stelle des ursprünglich geplanten Sonnenschirmes will die Stadt den Spielplatz beim Rathaus nun mit einem Sonnensegel überdachen. Es wird von drei Edelstahlpfosten getragen, die bereits installiert sind. Die grundsätzliche Anregung für einen Schattenspender geht auf einen Vorschlag der SPD zurück. Der Ortsverein der Partei und die Gruppe „Bürger helfen Bürgern“ tragen laut Jaschke die Kosten, sodass die Stadt damit nicht belastet wird.

 

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