Stadtrat Selb AWS übernimmt Kornberg-Abwasser

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Mit einer Zweckvereinbarung haben die Stadt Selb und der Zweckverband Großer Kornberg die Abwasserentsorgung des Kornberghauses geregelt. Foto: kornberg.bayern/Archiv

Der Selber Stadtrat stimmt einer Vereinbarung zwischen dem Zweckverband und den Abwasserbetrieben zu. Sie gilt mindestens 20 Jahre.

Auch das Abwasser aus der Kornberghütte muss irgendwo hin. Angeschlossen ist die Hütte an die Trinkwasserversorgung der Energieversorgung Selb – Marktredwitz) und der Abwasserentsorgung der Abwasserbetriebe Selb (AWS). Der Selber Stadtrat hat nun einer Zweckvereinbarung zugestimmt, die die Einleitung und Entsorgung des Abwassers auch rechtlich sichert.

Die Zweckvereinbarung schließen die Stadt Selb und der Zweckverband Großer Kornberg ab. Wie die Verwaltung erläuterte, haben die AWS, die Stadtverwaltung und das Landratsamt Wunsiedel einen Entwurf ausgearbeitet, der eine ordnungsgemäße und kostengünstige Entsorgung gewährleistet. Festgehalten sind darin die Einleitbestimmungen und die Gebühren. Geschlossen wird die Zweckvereinbarung auf unbestimmte Zeit, mindestens aber auf 20 Jahre.

Ermächtigung für OB

Der Stadtrat stimmte der Vereinbarung ohne Diskussion zu und ermächtigte Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch, sie zu unterschreiben.

Auch mit dem weiteren Schicksal des Naturfreundehauses und des Grundstückes Hirtwiese 1 hat sich der Stadtrat befasst. Der Landesverband der Naturfreunde hatte der Stadt das Grundstück nämlich zum Kauf angeboten. Der Landesverband bittet die Stadt, für das Naturfreundehaus ein Wertgutachten von einem vereidigten Gutachter erstellen zu lassen, das der Verband auch bezahlen will. Wie die Verwaltung dazu ausführte, sind für das Grundstück im Bebauungsplan ein allgemeines Wohngebiet und eine private Grünfläche festgelegt; Altlasten oder Kontaminationen sind demnach nicht bekannt.

Gegen den Kauf

Wolfgang Kreil, Fraktionssprecher der CSU, sprach sich gegen einen Kauf des Anwesens aus. Das Gebäude könne problemlos von privat genutzt werden. Für seine Fraktion stelle sich die Frage, was die Stadt sinnvollerweise mit dem Haus und dem Grundstück machen sollte.

Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch stellte klar, dass es jetzt im ersten Schritt um das Wertgutachten gehe. Für die Beauftragung eines Sachverständigen sprachen sich alle Stadträte aus, wobei die Naturfreunde die Kosten übernehmen. Sehr viel knapper, nämlich mit 12:10 Stimmen, sprach sich das Gremium dann dafür aus, bei Vorliegen des Gutachtens noch einmal über einen möglichen Kauf zu diskutieren.

Baustelle dauert noch

Noch eine ganze Weile werden die Selber mit der Baustelle in der Geschwister-Scholl-Straße leben müssen. Dafür wird allerdings der Gehweg verbreitert. Wie es in der Vorlage der Verwaltung hieß, war eigentlich geplant, im Bereich der Einbahnstraße nach dem Bau des Parkstreifens auf der ehemaligen Bahntrasse noch die Asphaltdecke zu sanieren. Weil der Parkstreifen und die Reparatur der dort verlaufenden Gasleitung erst jetzt fertig geworden sind, hat das aber nicht früher geklappt.

Bei den jetzt angelaufenen Bauarbeiten an der Straße habe man feststellen müssen, dass es in dem Abschnitt Probleme bei der Entwässerung gibt, weswegen sich die Bauzeit verlängert. Außerdem ist der Gehweg nur zwischen 1,2 und 1,35 Meter breit. Deswegen empfahl die Stadtverwaltung, den Gehweg auf mindestens zwei beziehungsweise 2,5 Meter auszubauen, damit Fußgänger, Rollstuhlfahrer oder Familien mit Kinderwagen problemlos aneinander vorbeikommen. Platz gebe es angesichts des fertigen Parkstreifens genug.

Gehweg wird breiter

Der Stadtrat beschloss einstimmig, den Gehweg verbreitern zu lassen. Die Arbeiten sollen zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Jahr 2023 beginnen. Die Einbahnstraße wird bis dahin für den Verkehr freigegeben.

Zugestimmt hat der Stadtrat auch einem Antrag der Feuerwehr Selb. Die hatte darum gebeten, dass der Brandmeister vom Dienst (BvD) den Kommandowagen weiter nutzen darf. Der Ferienausschuss hatte 2020 diese teilweise private Nutzung durch den diensthabenden BvD beschlossen, allerdings mit der Auflage, dass ein Fahrtenbuch geführt wird. Wie Kommandant Mario Hoffmann mitgeteilt hatte, hat sich diese Praxis bewährt. Dieser Einschätzung schloss sich der Stadtrat an. Die Regelung gilt wiederum zwei Jahre.

 

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